Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217454
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knüpft sein 
wurden. 
mussten , 
die 
der 
Cultur 
zugänglich 
gemacht 
Dennoch hatten die Erdarbeiten des Ingenieurs bei 
diesem reichbegabten Volke nur in so weit Bezug auf 
die höhere Kunst, als sie den Unterbau zu den Tempeln 
bereiteten und zu dem Uebrigen den Stoff herliehen, der 
sich aber dort nicht gesetzgebend zeigen durfte. 
Auch das Festungswesen wirkte wenig oder gar 
nicht auf die Entwickelung ihrer Massen hin und gab 
höchstens einige symbolische oder decorative Formen her. 
Die Städte Aegyptens waren niemals befestigt._ 
Somit war die Baukunst bei den Aegyptern vor- 
nehmlich aus demjenigen Elemente hervorgegangen, wel- 
ches wir die Umzäumung nannten, und an welchem sich, 
wie gezeigt wurde, die Zunft der WVandbereiter und ihrer 
Nachfolger, der Maler und Bildhauer, am meisten be- 
theiligte. 
Das andere Element, das Dach, bekundet sich auf 
zweierlei Weise, symbolisch zuweilen an den Sekos als 
pyramidalischer Aufsatz (und ich bin versucht, die ge- 
heimnissvollen ägyptischen Pyramiden für monströse Re- 
präsentanten des Sekosdaches zu halten), und zweitens 
als flache Ueberdeckung der Hofräume, wodurch es auf- 
hört äufserlich zu erscheinen, innerlich aber dem Gebiete 
der 
Wandbereiter 
anheimfällt , 
dem 
ES 
schon , 
dem 
sprünglichsten Motive nach, als ausgebreitetes Segel an- 
gehört. Dieser Umstand verhindertc auch die ägyptischen 
"Säulen, sich zu einer äufseren Ordnung zu verbinden. 
Nur als innere Träger wirken sie geschaart zu Einem 
Ziele zusammen. Sie erscheinen sogar zuweilen z. B. an 
dem Peristyle zu Karnac, in Alleen neben einander ge-
        

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