Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217393
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in Norddeutschland, Holland, Belgien, England und Nord- 
amerika erhalten. Die beiden vorherrschenden Elemente 
sind 
der 
Terrassenbau 
und 
das 
Dach. 
Doch 
hat 
der 
erstere in dem Etagenbau sich mit der Wandbereitung 
eng verbunden. 
In warmen Himmelsstrichen und in Ländern, deren 
reicher Ertrag nur durch vereintes Wirken zu gewinnen 
war, erkennen wir in den Niederlassungen zuerst die 
Wirkungen dieses nicht mehr blofs passiven und abweh- 
renden, sondern activen Verhaltens gegen die Natur. 
Der Erde und dem Wasser müssen die Reichthümer 
Wandbereitung 
des Landes abgerungen werden, wozu es der Vereinigung 
zu grofsen gemeinschaftlichen Werken bedarf. Grofse 
nationale Bauunternehmungen werden das Band, welches 
sie äufserlich verbindet 
 Hier bilden sich Baugänge aus, welche der Kürze 
wegen, als Gegensatz desWI-Iütfcenbaues, der Hofbau 
heifsen mögen.       
Doch konnten sich menschliche Verhältnisse unter 
diesen 
Umständen 
selten 
oder 
niemals 
ungestört 
21118 
sich 
heraus 
entwickeln. 
Kaum war durch die gemeinsamen Anstrengungen 
der Vereine die Natur bewältigt, so wurden ihre Segnun- 
gen Gegenstand des Begehrens roherer und ärmerer 
Stämme, gegen welche man sich zu vertheidigen hatte. 
i) Jes. 23. 13. Sehet das Land der Chaldäer, dies Volk, das noch 
vor Kurzem kein Volk war. Assyrier dämmten es ein und schenkten es 
den Einwohnern der WVüste! Sie verwandelten die herumziehenden Hor- 
den des Volks in stehende Wohnungen und bauten die Paläste des 
Landes.
        

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