Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217362
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an den Haupttheilen der Gebäude, hauptsächlich an den 
äufseren Mauern benutzt.  Vorher wurden selbst die 
edelsten Stoffe, die Granitgemächer von Karnak, die 
Alabastertafeln von Ninive, die Elfenbeintäfelungen und 
Elfenbeinbilder,  selbst die goldenen Fugen der Tem- 
pelwände nicht minder als die Säulen und herrlichen 
Bildwerke des Parthenon von schneeweifsem pentheli- 
sehen Marmor mit Farbenüberzügen versehen. 
Doch ist es möglich, dass bei einfachen Cellatern- 
peln die Mauer hier und da aus cyklopischem Werke 
ausgeführt war und unbestuckt blieb. Diese Erscheinung 
liefse sich als archaistische und sinnbildliche Erinnerung 
an Erdhütten der Stammvater erklären, an welchen die 
Terrasse 
sich 
unmittelbar 
init 
dem 
Dache 
vermählen 
mochte. Ein solches Beispiel konnte der Tempel von 
Anticyra, sein, den Kugler aus dem Pausanias citirt. 
Das alles aber ist sehr zweifelhaü, und man ist nicht 
genöthigt, Aehnliches in dem Pausanias zu suchen, 
der kurz nachher eines anderen von ungeregeltem 
Mauerwerk aufgeführten Gebäudes erwähnte, und viel- 
leicht den inneren Stuckbewurf des Tempels einer an 
anderen Tempeln von ihm vorgefundenen Täfelung oder 
dergleichen entgegenhält. Man kennt seine Eigenheit 
schon, die Beschaffenheit des Materiales der Bauwerke 
herauszuheben. 
Die 
antike 
Kunst 
beschloss 
ihre 
Bahn , 
nachdem 
sie 
hatte, 
unter. 
den Kreislauf bis zu ihrem Ürsprunge vollendet 
und ging in den byzantinischen Teppichstickereien 
Ihre Windeln wurden ihr Grabgewand  
 Wie sich der Phönix der Kunst in der christlichen Aera 
aus ihnen neu entwand, dieses zu verfolgen würde zu weit führen. 
wieder
        

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