Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217356
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der 
Gebrauch 
des 
Marmors 
mit 
der 
Aufnahme 
einer 
neuen Technik 
Dass nun 
in der Malerei Hand in Hand ging. 
endlich alles dieses mit Malerei bedeckt 
war und kein Stückchen nackten Steines übrig blieb, 
davon wurden die Beweise in den beiden vorhergegan- 
genen Abschnitten dieser Schrift zusammengestellt. 
Ich resumire nochmals meine Behauptung dahin, 
dass die Polychromie aus jener uralten Herrschaft der 
Technik der Wandbereiter über die der Maurer bei 
wohnlichen Einrichtungen entsprungen ist, und dass letz- 
tere nur an den massiven Terrassenmauern selbständig 
ihr eigenes Werk sichtbar hervortreten lassen durften. 
Sogar die äufsersten Wallmauern der Assyrier, Meder 
und Baktrer waren reich mit Basreliefs und Malereien 
bis auf den Terrassenunterbau geschmückt, wie aus den 
bekannten Erzählungen des Herodot, Diodor, Strabo etc. 
erhellt und wie jetzt auf einer assyrischen Reliefplatte 
im britischen Museum deutlich zu sehen ist, welche 
eine feste Burg darstellt, die blofs an den untersten 
Theilen der äufseren Mauer Quaderwerk zeigt. Die 
Ruinen von Nimrud und Chorsabad bestätigen diesen 
Umstand; so auch die von Pasargadä. und Persepolis 
und die Tempel der Aegypter. Auch in Griechenland 
finden wir dasselbe. S0 steht z. B. der Parthenon auf 
einer Terrasse 
schexn Steine 
von 
und 
schönem 
ist das 
Quaderwerk aus eleusini- 
Einzige, was von Farbe 
frei 
blieb. 
Erst in späterer Zeit, kaum früher als unter den 
Römern, wird die Construction der Mauern, der soge- 
nannte Quaderschnitt, und die Beschaffenheit des Stoffes, 
woraus die Construction besteht, als decoratives Element 
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