Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217324
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Eben so behielten die Bilder wenigstens in den 
fadenumzogenen Umrissen der Parthieen, in dem Reich- 
thum der Detailstickerei und der Farben den ursprüng- 
lichen Charakter bei.  
In China, wo die Baukunst seit Urzeiten stehen 
geblieben ist, und sich die vier architektonischen Elemente 
am klarsten geschieden neben einander erhalten haben, 
ist die Wand in ihrer ursprünglichen Bedeutung noch 
selbständig von dem Dache und der Mauer, und sogar 
noch gröfstentheils beweglich. Die innere Eintheilung 
der Häuser besteht aus solchen Scheidungen, die so We- 
nig wie die allerdings backsteinerne, aber hohle und mit 
Rohrgefleeht und Teppich bekleidete äufsere Mauer mit 
der eigentlichen Construction etwas zu thun haben. 
Wie zugleich mit dieser alterthümlichen Einrichtung 
der Stuckbewurf und eine reiche allgemeine Polychromie 
bei den Chinesen verwaltet, ist allgemein bekannt. 
Manche 
auf 
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Zeit 
noch 
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und 
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ihnen 
zu 
entnehmen. 
Auch 
in 
Indien 
finden 
wir 
Aehnliches , 
und 
noch 
jetzt wie zu Agrippafs Zeiten herrscht der Stuckbewurf 
und die Farbe. Sogar an den altamerikanischen Bau- 
werken tritt uns dieselbe Erscheinung entgegen. 
Wenn uns von den phönicischen und jüdischen Alterthü- 
mern keine Spur mehr geblieben ist, so geben dennoch die 
in den heiligen und Profanschriften enthaltenen Berichte 
über die berühmtesten Bauwerke dieser beiden stamm-
        

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