Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217312
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gemalten Teppiche überzogen. Daher die zwar genaue, 
aber doch nicht regelmäßige Quaderfügnng; sie war 
durch einen allgemeinen Ueberzug bedeckt, der sogar 
an Granitbekleidungen nicht fehlte. Diese uralten Gra- 
nitbekleidungen selbst, z. B. zu Karnac, und im Inneren, 
so wie vormals am Aeufseren der Pyramiden, sind Sei- 
tenstücke zu den assyrischen Täfelungen. 
Auch zeigt sich merkwürdiger Weise das uralte 
Gesetz des Täfelns der Mauern an einem der wenigen 
architektonischen Glieder, die der ägyptischen Bau- 
kunst zu Gebote stehen. Ich meine den Stab, der die 
scharfen 
Kanten 
der Mauermassen 
abrundet 
und 
einfasst. 
Er diente ursprünglich, um die Fugen der schwachen 
Bekleidungsplatten zu verstecken, die sonst an den Rän- 
dern der massigen Flächen sich leicht durch die Malerei 
hindurch auf unangenehme Weise geltend gemacht haben 
würden a). 
Die Säulen der ägyptischen 
Tempel haben zum Theil das  
Aussehen von Rohrbündeln, die X 6x2? 
mit einem Teppiche umgeben  
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In den Bildern der Grabes- Q  
höhlen tritt ferner die Teppich- X  
nachahmullg ganz klar und   
deutlich hervor und unter den dort gefundenen Orna- 
menten herrscht das bunte Flechtwerk und der Latz vor. 
 Es ist dies eine in dem Tischlerhandwerkc noch jetzt sehr übliche Me- 
thode die Fugen zu verstecken.
        

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