Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217150
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machte. An Marmortempeln konnte die Farbe unmittelbar 
aufgetragen werden. Eine neue Technik in der Malerei 
war erste Folge der Einführung und Hauptveranlassung 
der allgemeinen Verbreitung und Vorliebe für weifsen 
Marmor. Die [enkaustische Malerei nämlich war nur auf 
Marmor oder Elfenbein wohl ausführbar. Erst später 
wurde eine bequemere Methode erfunden, mit heifsem, 
geschmolzenem Wachs sogar auf Holz zu malen. Nach 
den älteren Methoden wurde die Wachsfarbe wahrschein- 
lieh teigartig aufgetragen, so dass eine Art von 
entstand. Die Stücke wurden dann mit heifsenn 
Email 
Eisen 
zusammengelöthet 
deckt. 
und 
die 
Näthe 
noch 
besonders 
über- 
Diese Conjecturen stützen sich hauptsächlich auf die 
Aussage des Plinixlsäk). Er nennt drei Parische Künstler 
als die frühesten, von denen er weil's, dass sie enkaustisch 
malten. 
Bekanntlich 
W 511'611 
aber 
auf Paros 
die 
ältesten 
und berühmtesten 
Marmorbrüche  
Ferner sagt Plinius, dass es vor Zeiten zwei Arten, 
enkaustisch zu malen, gegeben habe, die eine (auf Marmor?) 
mit Wachs, die andere auf Elfenbein mit wohlriechendem 
Harze oder mit einem Griffel, bis dann später eine dritte, 
Art hinzugekommen sei, wo man das am Feuer aufgelöste 
Wachs mit dem Pinsel aufgetragen habe, welche Malerei 
k) Plin. N. H. 35. 39. Ceris pingere ac picturam inurere quis primus 
excogitaverit nun constat. Quidam Aristidis inventum putant, postea con- 
summatum a Praxitele. Sed aliquanto vetustiores encausticae picturae 
extitere ,ut Polygnoti et Nicanoris et Archesilai Pariorum. 
Ein weifser, krcidiger undvzugleich doch fester Grund mochte die 
uothwendige Unterlage der alten enkaustischen Manier gewesen sein.
        

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