Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217143
Mehr 
als 
Vermuthungen. 
Es will Herrn Kugler gar nicht einleuchten, warum die 
Alten zu ihren Prachtbauten oft mit. grofsen Kosten und 
aus weiter Entfernung den Weifsen Marnlor herbeigeführt 
hätten, wenn es nicht eben wegen seiner weifsen Farbe 
geschehen wäre. 
Da es sich kaum kürzer thun lässt, sei es gestattet, 
als Antwort hierauf mit geringen Zusätzen eine Stelle 
aus der mehreitirten Brochüre "vorläufige Bemerkungen" 
etc. zu wiederholen: 
Vor Allem hält es schwer, die Leute zu überzeugen, 
dass die Alten so herrlichen Stoff, ihren Marmor, mit 
Farben bedeckt haben. Aber abgesehen von den ältesten 
Monumenten aus I-Iolz oder Ziegeln, bestanden die meisten 
(und alle älteren) Tempel Griechenlands aus grauem, dort 
sehr gewöhnlichem marmorartigen Kalkstein, oder aus 
porösem Muschelstein und Wurden mit Stuck überzogen, 
ehe man die Oberfläche malte; den Weifsen Marmor 
wählte man erst später und nur dort, wo er ganz zur 
Hand lag, oder an aufserordentliehen Prachtgebäuden, 
und zwar aus folgenden Gründen: 
Erstens, weil er wegen seiner milden Härte, Fein- 
heit und Gleichmäßigkeit in der Textur der vollkommen- 
sten Bearbeitung günstig und zugleich sehr (lauerhaft war, 
Zweitens, weil er die Stuckbekleidung überfiüssig
        

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