Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217122
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dass 
sie 
bald 
Glanz 
den 
ihrer 
schneidend 
contrastirenden 
Farben 
verlieren 
werden. 
Die 
Farben 
sind 
in 
dicken 
Krusten aufgelegt. Der weibliche Kopf hat gemalte Augen 
und Augenbrauen. 
Wenn wir die blendende Weifse des Penteljschen 
Marmors 
in 
seiner 
Frische 
in 
Betracht 
ziehen, 
SO 
scheint 
dies allein schon die Anwendung der Farben zu erklären, 
namentlich deshalb, weil die Einzelnheiten des Werkes 
inmitten des allgemeinen Schimmers für das Auge ver- 
loren gegangen sein würden; aufserdem waren sie eine 
Üeberlieferung der früheren Zeiten. 
Hierauf wird das Resultat chemischer Untersuchun- 
gen mitgetheilt, die Herr Faraday mit verschiedenen Stük- 
ken von Farben angestellt hatte. In allen hat sich Wachs 
und wohlriechendes Harz (a, fragrant gum) gefunden, doch 
nur an den blauen Stücken liefs sich der färbende Stoff 
(Kupfer) constatiren"). 
Dann wurden Glasperlen vorgezeigt, die von dem 
Torus zwischen den Voluten der Ionischen Säulen des 
viersäuligen Porticus am Erechtheum herrührten. Sie 
waren gelb, roth, violet und blau. 
Schliefslich wird erklärt, dass kein Grund vor- 
Sie 
liege 
Zll 
zweifeln, 
dass 
Farben 
in 
Anwendung 
4') Das Gutachten Faradayk lautet wie folgt: 
A. Stücke des Ueberzuges, genommen von den Anten der Propyläen: 
Das Blau, hervorgebracht durch kohlensaures Kupfer, "Wachs ist 
der Farbe beigemischt. 
B. Stück des Ueberzuges, genommen von den Sufüten der Sparrenköpfe 
des Theseum. 
Das Blau ist eine Fritte, gefärbt durch Kupfer, Wachs ist vor. 
banden.
        

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