Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217052
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Was die aufgesetzten Flächen betrifft, so unterliegt es 
keinem Zweifel, dass sie an einigen Stellen Vergoldungen 
waren, an anderen aus dunkleren Nüancirungen der Grund- 
fläche bestanden, auf denen sie vorkommen. 
An dem Erechtheum habe ich wenig bestimmte Far- 
benspuren aufgefunden. Es ging schon gegen das Ende 
meines Aufenthaltes in Athen, als ich mich an das Stu- 
dium dieses kostbaren Reliquienkästchens machte. Sein 
Formenreichthum und das Verständniss seines Planes gab 
mir 
bis 
zu Ende 
Zll 
hinreichend 
thun. 
Diese Tempelgruppe scheint innerlich, wenigstens 
zum Theil, mit buntem Marmor ausgestattet gewesen zu 
sein; denn bei einer Ausgrabung (ich stellte deren zwei 
bei diesem Gebäude an) fand ich, aufser dem schon frü- 
her") erwähnten grünen Säulenschafte, Stücke von blass 
gelben und grünen sehr dünnen Marmorplatten und von 
einem durchsichtigen braunen Steine (wahrscheinlich Ala- 
baster) vor. Ich glaube, er hiefs bei den Alten Eqvayyfmyg. 
Ich vermuthe, dass er die Stellen der Fensterscheiben in 
der Facade mit den Halbsäulen vertrat. Ich zweifle nicht, 
dass diese Stücke dem Alterthume angehören. Üeber die 
Farbenspuren an diesem Tempel folgt eine ausführliche 
Notiz weiter unten. An dem Tempel der Winde sah ich 
von unten deutlich die Ueberreste gemalter Ornamente 
an allen inneren Gliederungen und Simmsen. Dieses Ge- 
bäude wurde jedoch nicht genauer von mir untersucht. 
An dem ehoragischen Monumente des Lysikrates fand 
ich die Akanthusblätter des Knopfes grün, den Grund 
blau, und die Wasserblätter der reichen Kehlen unterhalb 
7 
i) II! der 
Schrift: "Vorläufige Bemerkungen otqß"
        

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