Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217034
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zeigte. Dasselbe oder ein 
an beschützteren Stellen 
Oberfläche 
hatte sich 
ähnliches Ornament 
noch wohlerhalten, 
und zeigte einen vollständigen Ueberzug von Grundfarben, 
die mosaikartig neben einander gestellt waren und zwi- 
schen denen feine Näthe oder Ränder sich zeigten. Ich 
vermuthe, dass diese Ränder auf den mosaikartigen Grund 
aufgesetzt waren, um die Fugen zu bedecken. Die Spu- 
ren eines dünnen zweiten Ueberzuges auf dem stärkeren 
Emaillegrunde finden sich noch deutlich, besonders an den 
Blättern des Antencapitäles und an den Herzblatt- und 
Eierverzierungen. An dem Parthenon ist allessehr ver- 
wischt und sind meistens nur noch die Contouren übrig, 
Während es am Theseustempel gelang, für die Gliederver- 
zierungen die Farben im Einzelnen genau zu bestimmen. 
Die zweite Schicht ist doppelter Art. Eine dünnere 
Decke bildet breitere Bllächen, mit denen man gewisse e0n- 
ventionelle Abrundungen hervorbraehte. An den grünen 
Einfassungen des Perlenstabes, der die Cassettenvertiefun- 
gen des Plafonds umzieht, zeigt sich ein doppelter Strei- 
fen dieses dünneren Ueberzuges, der nur in der Mitte den 
grünen Grund unbedeekt liefs. Aehnliehes zeigt sich in 
den Augen der Labyrinthe, womit der gröfste. Theil der 
li"asciae geschmückt ist. 
Die zweite Art besteht in einem dickeren Auftrag, 
der stets nur in feinen Linien die Säume der Formen bil- 
det. Der Emaillegrund besteht aus einer glasigen Kruste 
von der Dicke eines starken Nagels (am Finger). Die 
einzelnen Farbenstoge mussten nicht gleichmäßig witte- 
rungsbeständig sein, auch ist er bei einigen Farben spröder 
als bei anderen. Daher findet es sich, dass entweder die 
inneren 
Formen , 
oder 
die 
umgrenzenden 
andersfarbigen 
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