Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217026
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benreichthum sie bemalt 
storischen Bildern. 
gewesen 
ist? 
Vielleicht 
mit 
Noch muss ich die Versicherung geben, an den Ar- 
chitraven innerhalb des Porticus des Theseustempels an 
mehreren Stellen die lebendige rothe w) Farbe entdeckt zu 
haben, jedoch immer nur in sehr kleinen Theilen an Stel- 
len, nahe den Fugen und in WVinkeln. Sie waren glän- 
zend wie Siegellack und von der ITarbe der rothen Terra- 
cotten, dabei etwas durchscheinend. Vielleicht waren sie 
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von hellerer Farbe 
als 
sie nun 
sind. 
 Noch schwieriger war es, die Spuren der Farben an 
den Säulen zu finden. Auch dort fand ich bei langem 
Suchen mit dem Federmesser glänzende rothe Punkte. 
An den Triglyphen des Theseustempels, so wie an 
denen des Parthenon Waren meine Forschungen vergeblich. 
Auch über die Farbe des Grundes der Metopen herrschte 
Meinungsverschiedenheit zwischen uns. Ich habe bei 
meinen Restaurations-Versuchen mich nach Vitruv, den 
Sicilischen Metopen und. dem bekannten, von mir in den 
Annalen des Arch. Institutes zu Rom herausgegebenen 
römisch-hetrurischen Grabmale von Corneto gerichtet. 
An verschiedenen Stellen war das gemalte Ornament 
in seinen Contouren noch dadurch sichtbar geblieben, dass 
das Umgebende weifs und verwittert erschien, während 
das Blatt oder dergleichen eine goldgelbe wohlerhaltene 
 Es ist nothwendig, hier die schon in meiner früheren Schrift ent- 
haltene Notiz zu wiederholen, dass das Roth der grofsen Flächen ein ganz 
anderes ist, als dasjenige, welches in den Verzierungen vorkommt. Das Roth 
oder Gelbroth an den Flächen ist: gesättigt, aber transparent, wie etwa 
unser Drachenblut; das Roth an den Gliederungen dagegen ist ein fein-i- 
ges Zinnoberroth.
        

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