Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216976
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gesehenke, Gitter n), deren späteres Hinzukommen nicht 
wohl hätte vorher berechnet und symmetrisch verarbeitet 
werden können.  
Ohne einen regelmäfsigen Angriii" auf diese Behaup- 
tung des Autors zu unternehmen, der durch den Gegen- 
stand dieser Schrift nicht hinreichend motivirt wäre, fiege 
ich nur: Wozu dieses stete Trennen und Unterscheiden, 
Welches unsere jetzige Kunstlehre bezeichnet? Wäre es 
nicht besser und nützlicher, das ascendente und descendente 
Verwachsensein eines Kunstwerkes mit seiner Umgebung 
und mit seinen Beiwerken hervorzuheben, als immer nur 
zu distinguiren und zu scheiden? 
Wir sind schon nicht mehr im Stande, den griechischen 
Tempel als Theil eines gröfseren Ganzen zu sehen, zu dem 
er den Mittelpunkt der Beziehungen bildete, wie er selbst 
wieder das Heiligthum umschloss , dem er der Bedeutung 
nach untergeordnet war. Damit nicht zufrieden, müssen 
wir ihn noch seines nothwendigen Beiwerkes berauben. 
 
 Was die Gitter betiiHt, so muss ich meine Ansicht bestimmt dahin 
aussprechen, dass sie in dem ursprünglichen Plane des Architekten lagen. 
In vielen Fällen waren die Zwischenräume der griechischen Tempelsäulen 
sogar mit Brüstungen versehen, wovon sich selbst an den athenischen 
Tempeln noch die Spuren zeigen. 

        

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