Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216964
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übel berathen 
ruft : 
und 
triumphirt 
ZU 
früh , 
WGIIII 
„Die entschiedene Schlussfolgerung, welche diese An- 
"gabe uns gewährt, lautet demnach: Was in der Blüthe- 
„zeit der griechischen Kunst von parischem Marmor 
"und, wir dürfen ohne Bedenken hinzufügen, von jedem 
„edlen weifsen Marmor, namentlich dem pentelischen, zu 
"Athen erbaut war, erschien im Aeufseren wesentlich als 
"weil's." 
Die Richtigkeit dieser Schlussfolgerung ist so wenig 
entschieden , dass , nach der Deutung des Verfassers (die 
er übrigens nicht so ganz entschieden dem Leser als die 
allein richtige vorzustellen wagt), das Orakel aussagt: 
dass nicht blos weifse Tempel, sondern auch 
weifse Märktre und WeifSePrytanäen, also wahr- 
s cheinlich überhaupt weifse Monumente bei den 
ionischen Griechen etwas Ünerhörtes waren 
und sogar, dass sie in den Hauptmassen „we- 
s entlich" als roth erscheinen mochten. 
Von allen Zeugnissen der Alten , die er anfiihrt, ist 
nur ein einziges, das ihm übrig bleibt; das ist die Nach- 
richt von dem Delubrum zu Anticyra. Es mag ihm für eine 
Weile eingeräumt bleiben.  
Noch giebt Herr Kugler in demselben dem Zeugnisse 
der Alten gewidmeten Abschnitte seiner Schrift einige Be- 
merkungen über die an dem Tempel befindlichen metal- 
lischen Zierden, deren Beziehung zu der streitigen Frage 
wohl darin besteht, dass gezeigt werden soll, die grie- 
chischen Tempel aus weifsem Marmor seien , der Con- 
ception des Architekten nach , unabhängig von solchen 
metallenen Beiwerken gewesen , als z. B. Schilde , Votiv-
        

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