Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216932
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Diesen Spruch waren die Sifnier gar nicht im Stande 
zu verstehen, weder gleich, noch als die Samier ankamen. 
Denn alsbald die Samier bei Sifnos angelangt, schickten sie 
ihrer Schiffe eins mit Abgesandten in die Stadt. Vor Alters 
aber waren alle Schiffe mit Mennig bestrichen, und das 
War es, was die Pythia den Sifniern geweissagt und ge- 
sagt, sie sollten sich in Acht nehmen vor dem hölzernen 
Feind und dem röthlichen Herold. 
Die Boten also kamen 
an 
und baten 
die 
Sifnier , 
sie 
möchten ihnen 10 Talente leihen, und als die Sifnier sag- 
ten, sie könnten ilmen nichts leihen, so plünderten die Sa- 
mier ihre Felder. Als die Sifnier das erfuhren, fielen sie 
mit ihnen zusammen und wurden 
von ihnen Wurden von der Stadt 
gleich heraus und trafen 
überwunden. Und viele 
abgeschnitten durch die Samier, 
mehr von ihnen 100 Talente." 
erpressten nun- 
diese 
und 
Hier ist also von einem Orakelspruch die Rede, dessen 
Erfüllung so lange wie möglich ferne zu halten, den Sif- 
niern gelegen sein musste. 
Das Orakel, seiner Gewohnheit gelnäfs, drückte sich 
in dunklen Gegensätzen aus, deren Zusammentreffen uner- 
hört und unmöglich schien. 
Rothe Herolde waren bei den Griechen unerhört, denn 
die Tracht der Boten war weifs. Es liefs sich nach grie- 
chischen Vorstellungen ein rother Herold eben so schwer 
zusammenreimen, wie ein hölzerner Feind oder ein höl- 
zernes Fufsheer (M109). 
Sollte es nun nicht schon das poetische Gleichgewicht 
des Orakelverses erheischen, dass als Gegensatz des rothen 
Heroldes der weifse Markt und das Prytaneion eine gleiche 
Üngereimtheit nach griechischen Begriffen enthalte?
        

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