Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216773
der letzten Zeit, welchem in England durch das Entstehen 
von Hunderten von verzwickten gothischen Kirchen ent- 
sprochen wurde, die romaniseh  gothische Polychromie 
keine Anwendung fand, lässt sich wohl aus verwaltenden 
Cultusverhältnissen erklären. 
Erst durch 
das 
Owen Jones 
Herrn 
des 
Werk 
schöne 
über die Alhambra scheint die Polychromie bei dem eng- 
lischen Publicum Anklang gefunden zu haben, und es hat 
allen Anschein, dass bei der die Briten auszeichnenden 
Bravour in der Verfolgung einer einmal eingeschlagenen 
Direction, dieselbe hier nächstens in grofsartiger Weise in 
Anwendung kommen, und auch, wie sehr zu befürchten 
steht, zu colossalen Uebertreibungen führen wird. 
Die angedeutete Richtung findet ihre braven Führer 
in einer Schule von jungen Architekten, die erst von ihren 
Kunstreisen zurückgekehrt sind und deren Cartons die 
wichtigsten Beiträge zur Geschichte der Polychromie ent- 
halten. Es ist ein Zeichen richtigen Tactes und judiciöser 
Beurtheilung des Standpunktes, auf dem sich die Frage 
zur Zeit befindet, dass sie den polychromen Werken und 
den Miniaturen der ersten christlichen Jahrhunderte in den 
Ländern, die ehemals die Sitze der classischen Bildung 
waren, ihre besondere Aufmerksamkeit zuwandten i). 
Hier, an der Grenze zwischen alter und neuer Ge- 
schichte, wo aus den zwar todten, aber noch unzerstörten 
Formen des Alten ein neuer Phönix der Kunst sich ent- 
IIIUSS 
wand, 
von dem , 
ein Schluss 
was 
sich traditionell als 
 
 Besonders interessant in werden verspricht ein hier im Entstehen be- 
griäenes Werk über die Mosaiken der H. Sophienkirche in Constantinopel, 
nach Zeichnungen von Fossati, dem Wiederhersteller dieses ehemaligen Haupt- 
bempels der griechischen Christen. 
        

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