Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216763
Sie sind uns 
verständlich. 
in ihrer polychromeg Erscheinung noch jetzt 
Bei den Griechen aber konnte diese Harmo- 
nie nur durch ein freies und doch gebundenes Zusammen- 
wirken gleichberechtigter Elemente geschehen, durch eine 
Demokratie in den Künsten. Wer giebt dazu den Schlüs- 
self") 
Doch selbst, wenn er ihn hätte, ihm bliebe hellenische 
Kunst 
immer 
noch 
fremd I 
Kann 
den 
Chorus 
wieder 
3.115 
dem 
Orcus 
zusammenrufen , 
dem 
Drama. ent- 
das 
sich 
wand , 
bei 
welchem 
alle Künste, 
und die hellenische Erde 
und das Meer und der Himmel und das ganze Volk selbst 
zu gemeinsamer Verherrlichung zusammenwirkten? 
Und Alles bleibt doch nur eine unheimliche Phantas- 
magorie, ehe sich unser Volksleben nicht zu harmonischem 
Kunstwerke, analog dem Griechischen in seiner kurzen 
Blüthezeit, nur reicher noch, gestaltet. 
Wenn dies geschieht, dann lösen sich alle Räthsel! 
Wo sind sie, die an die Möglichkeit dachten!   
 Während auf dem Continente die Frage über monu- 
mentale Polychromie nicht nur in zahlreichen Schriften de- 
battirt wurde, sondern auch zu praktischen Resultaten 
führte, blieb sie in England fast ganz unberücksichtigt, 
Welches um so mehr auffällt, da von englischen Reisenden 
die ersten wichtigen Notizen darüber gegeben wurden und 
da selbst die Thatsache des farbigen Ueberzichens der 
ganzen Oberfläche Weifser Marmortempel bei den Griechen 
schon vor nunmehr 30 Jahren von englischen Architekten 
constatirt war. Dass trotz des romantischen Aufschwunges 
 Hätten wir ihn, wir wüssten auf einmal, was die Griechen waren, 
die unsere Gelehrten jetzt ein vorzugsweise plastisches Volk nennen.
        

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