Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217697
101 
sucht werden, was nicht 
Motiv vorhanden wäre. 
gewissermaßen 
dort 
schon 
im 
Drittens 
IIluSS 
die 
Malerei 
dem 
Charakter 
des 
Gebäudes im Allgemeinen und zu den Bestimmungen sei- 
ner Abtheilungen im Einzelnen passen und sie hervor- 
heben. 
Viertens muss der Standpunkt, den die Malerei auf 
ihrem Wege als erste unter den Künsten sich erwarb, 
und der hohe Grad technischer Vollkommenheit, den sie 
erreichte, dabei nicht aufser Augen gelassen werden. Es 
wäre vergeblich, sie zur Sklavin machen zu wollen. Man 
muss sich ihre Gunst zu erwerben suchen und in eine 
freie 
Allianz 
mit 
ihr 
treten. 
Fünftens 
endlich 
IIIUSS 
bei 
der 
künstlerischen 
handlung des 
z. B. eiserner 
Anstriches sichtbarer oonstructiver Theile, 
Säulen, eiserner Dachconstructionen oder 
dergleichen von Holz, auf die diesen Stoffen eigenthüm- 
liehen statischen Verhältnisse Rücksicht genommen wer- 
den. So würde ich z. B. bei Eisenwerk, das, je dünner, 
desto vollkommener erscheint, niemals helle Farben an- 
wenden , 
sondern 
Schwarz , 
Bronzefarbe 
und 
viele 
Ver- 
goldung. 
Auf die Sculptur ist theils was von der Emancipa- 
tion des Stoffes in der Baukunst gesagt wurde, theils 
das auf die Malerei Bezügliche anwendbar, jenachdem sie 
mehr das Gebiet des äufserlich Stofflichen oder des in- 
nerlich 
Aussohmückenden 
betritt. 
Diese 
Kunst 
hat 
den 
Irrthum, (Sie Antike weifs zu sehen, in der großen Zeit 
der Renaissance auf eine Weise verdaut und verarbeitet, 
dass es schwer ist, das daraus entstandene wahrhaft Grofse 
durch 
anderes 
Wenigstens 
sofort 
ZU 
ersetzen. 
Doch 
wird
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.