Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217680
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Wo aber die künstlerisch nicht genügende Beschaf- 
fenheit des Stoffes oder Vorsorge für dessen bessere Er- 
haltung äufserlich, und die stets dieselben gebliebenen 
Erfordernisse der Bequemlichkeit, Wärme, Behaglichkeit 
etc. innerlich eine Bekleidung der Wände und sieht- 
baren Constructionstheile, sei es nun Stuck, Holz, An- 
strich, Teppich oder was immer, vorschreiben, da, tritt 
heute wie damals die Nothwendigkeit hervor, ihr ihre 
ursprüngliche Bedeutung zu lassen; dort ist der Malerei 
das Gebiet eröffnet. 
Wie dies geschehen solle? Es ist schwer, darauf 
eine allgemein gültige und zugleich bestimmte Antwort 
zu geben. 
Man muss, dünkt mich, hauptsächlich folgende Dinge 
dabei im AAuge behalten: 
Zuerst darf die Wand niemals durch das darauf 
Dargestellte ihre ursprüngliche Bedeutung als Raumab- 
schluss verlieren, es ist vielmehr immer noch rathsam, 
bei Verzierung der Wände durch Malerei des Teppichs, 
als frühesten Raumabschlusses, eingedenk zu bleiben. 
Ausnahme machen nur solche Fälle, wo der Raumab- 
schluss wohl materiell, aber nicht der Idee nach vorhan- 
den ist. Dann tritt die Malerei in das Gebiet der Theater- 
decoration ein , 
mag ü). 
Z w e i t e n s 
was 
sie 
öfters 
mit 
gutem 
Erfolge 
thun 
müssen 
das 
Clima 
und 
selbst 
die 
Sitten 
eines 
Landes 
bei 
der 
WVahl 
der 
Farbentonarten 
und 
der 
Gegenstände 
berücksichtigt 
und 
darf 
nichts 
Neues 
a") Die Verlängerungen einer Hofperspective auf Grenzmauern 
Eigenthumes, ein in Oberitalien sehr beliebtes Motiv, gehören dahin. 
des
        

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