Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217672
Nutzanwendungen. 
Sei es nun gestattet, den verhandelten Stoff mit einigen 
kurzen Nutzanwendungen zu schliefsen: 
Sollen wir wieder anfangen, griechische Tempel zu 
bauen, und versuchen, 0b es uns diesmal mit Anwendung 
antiker Polychromie und aller neu enthüllten Finessen 
antiker Kunsttechnik besser gelinge als früher? 
Das Wäre ein erschreckliches Unglück! 
Die antike Polychromie hat ihre historische Basis 
verloren, seitdem schon durch die Römer der Stoff und 
die 
Construction 
der 
Mauer 
ihre 
höhere 
künstlerische 
Geltung erhielten, und nicht mehr hinter der Scheerwand 
versteckt, blofs dienend, sondern Formen gebend oder we- 
nigstens mit bestimmend auftreten, ein Recht, was das 
hölzerne Dach schon lange und von Ursprung der Künste 
her genossen hat. Durch das Weitergreifen der Mauer 
in das Gebiet des Daches hinein, seit (ler künstlerischen 
Anwendung des Bogens und des Gewölbes, ist sogar 
diesem uralten Symbole des Heiligsten, dem Dache, seine 
Herrschaft und Bedeutung geraubt oder wenigstens strei- 
tig gemacht worden. 
7 i!
        

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