Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217600
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griechischen Tempelhaues, wie die Mauer des Vorhofes, 
mit Peristylen umgeben, die das Tempeldach trugen. 
Obschon mit ihm die höchste architektonische 
Wirkung erreicht war, musste sich dennoch der allgemeine 
Kunsteffect noch bis zum Götterbilde steigern. Man 
hatte daher im Widerspruche mit der äufseren Form des 
Tempels, sich genöthigt gesehen, dessen Inneres wieder 
in der Art eines peristylen Hofes zu gestalten, in dessen 
Hintergrunde das Sacellum a") (i; 11m6?) mit dem Götter- 
bilde stand. 
Die Wände und Interkolumnien dieses, an gröfseren 
Tempeln peristylenlHofes sind durch die edelsten Werke 
der Plastik, Toreutik und Malerei gehoben, und mit dem 
majestätischen goldschimmernden Götterbilde ist die durch 
alles Vorangegangene, bis zum Höchsten gespannte Er- 
wartung befriedigt. 
Der Reichthum der Beziehungen und die Erhaben- 
heit des Gedankens musste dadurch noch Zuwachs er- 
halten, dass in vielen Fällen die Burg, der Markt, das 
Theater, das Hospital und so weiter, in den Bereich und 
unter den Schutz des Gottes gebracht wurden, indem sie 
und ihre Einschlüsse die Peribolus des Tempels bildeten. 
So sehen wir es noch jetzt in Pompeji und auf der Akro- 
polis von Athen. So war es in Rom und überall. Die- 
ser Umstand war wohl der Anlass, in Kunstbüchern 
immer nur den Tempel, d. i. die aus'm; (partem 
als vollständiges Ganzes behandelt zu sehen. 
Wenn schon in dieser Gliederung, die in 
Pro 
tOtO)9 
der 
Mitte 
 
Es war oft nur in der Idee als gestickter Baldachin vorhanden.
        

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