Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die vier Elemente der Baukunst
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1216431
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1217566
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Wunder 
nehmen , 
dass 
die 
Idee , 
welche 
erst 
unter 
den 
Griechen in vollster klarster Durcharbeitung im Tempel 
hervortrat, schon, zwar unentwickelter, aber dermoch ent- 
schieden genug, sich in den phönicisch-jüdischen Tempel- 
anlagen zu erkennen giebtu. 
Hatten sich die Religionsverhältnisse bei den Phöni- 
oiern anders gestaltet, als bei den Assyrern und Perser-n, 
so war die Stammverwandtschaft beider Völker dennoch 
an ihren sonstigen Gebäuden und Einrichtungen sehr 
leicht erkenntlich. Glaubt man doch die Beschreibung 
von Persepolis in dem zu finden, was Josephus von dem 
Palaste des Salomon erzählt! 
 Noch ein grofses unbekanntes Volk von Manlwürfen 
hinterliefs mächtige Spuren seines frühen Wirkens, das 
mit den genannten Richtungen in fast gar keiner Beziehung 
stand, und vielleicht älter als alle früher erwähnten war. 
Die über die ganze Erde zerstreuten Gange imd 
kegelförmigen Aufwürfe geben Zeugniss von ihrer einsti- 
gen Gegenwart, während sie selbst bis auf die letzte hi- 
storische Spur verschwunden sind. Sie waren geschickte 
Ingenieure und Metallarbeiter, bauten keine Tempel, son- 
dern verehrten die Todten in trichterförmigen Rotunden 
mit gewölbten Decken, und diese Vorliebe für die runde 
Grundform und den Hochbau oder Thurm (wonach sie 
Tyrrhener hiefsen) macht ihr frühes dunkles Wirken für 
die Entwickelung der griechischen Kunst sehr bedeutsam ä). 
 Doch haben die Griechen 
Motiv von ihnen entnommen. 
üir 
ihren 
Tempel 
kaum 
ein 
einziges
        

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