Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1178168
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Das Schöne. 
Fortsetzung. 
Gebäude zurück, so fehlt das Erhebende; überwiegt er es zu weit, so 
fehlt gleichsam der Rumpf, die gesunde Raumentwickelung. Das Ge- 
bäude wird zu sehr iu die Luft geschnallt. 
In der Sculptur wirkt es mit um so stärkerer Kraft, als es sich 
darin ja vielfach um den Menschen handelt. Man sehe die Gruppe 
des Laokoon an. Fällen wir eine Senkrechte zwischen die Augen des 
Laokooir hindurch, so haben wir ungleiche Theilc. Aber der kleinere 
Theil  mit dem sterbenden Sohn  wiegt vollständig den grösseren 
auf. Gerade so in der Malerei. Um von der Zeichnung abzusehen, 
die ja durchaus mit der Sculpturzeiehnung übereinstimmt, tritt hier 
Licht und Schatten und die Farbe mit grossem Schwergewicht ein. 
In der Musik liegt dasselbe Gesetz (ganze Note : 4], u. s. w.) auf der 
Hand. Ebenso in der Messung der Poesie. Doch das Nähere darüber 
in den besonderen Abschnitten.
        

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