Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1181960
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Die 
Malerei. 
Sehafheerrle auf den Hügeln  langweilig Volk diese Schafe! Lang- 
weilig? Der stampfende Bock da mit den mächtigen Hörnern und da 
das hüpfende Böekehen, alle Viere im Sprunge steif in der Luft und 
das Schwänze! obenaus? Und da, die Ziegenheerde; und da liegt 
Neptun der Neufoundländer am Wasser, und hier sitzt mürrisch Bull 
der Bullenbeisser, und dort ist Tollpatseh der Pudel, und hier Cheri 
das Sehoosshündehen, oder der garstige Mops bellt da vom Lehnstnhle 
herunter, der hässliche, drollige Kerl. Aber der Pferdestall und die 
Fig. 49. 
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n 11m 
dekoeder. 
Reitbahn und die Weide sind noch vergessen mit unseren Lieblingen, 
den Rossen vom Renner bis zum Karrengaul. Und Illlhllßflldf und 
Enienteich dazu  der Thiermaler hat es schon gut, namentlich bei 
uns thierliebenden Nordländern. (Fig. 49). 
Die höchste Stufe ist auch in der Malerei diejenige, wo der 
Mensch Gegenstand der Darstellung ist. Es ward früher schon be- 
merkt, dass diese Abschätzung freilich nicht so verstanden werden darf, 
als ob nun der Maler, welcher einen Menschen malt, an sich schon 
eine höhere Leistung ausführe als z. B. der Landsehaftsmaler. Es 
kommt auf das Gewicht der Ideen an, die ihren Ausdruck finden. 
Doflh kann iOll dafür auf das im allgemeinen Theil Gesagte zurück- 
weisen.
        

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