Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177998
ihnen 
Die 
entsprechenden 
Gefühle. 
29 
Das Gebiet des Schönen reicht nun im weitesten Sinne bis zum 
Lachbaren und Furehtbaren, ebenso das des Hässlichen. Man ersieht 
Q; 
f"; Liebe. 09 
o6,  S? 
, 4a- 
 s; O89 
2c; Q" 
Gleichgültigkeit. X  Furcht. 
8.950" 766.0 
S? '50, 
9' 0 
49' Hass.  
aus dem Gegebenen jetzt deutlich, in welcher Art Viele die Aesthetik 
als die Lehre vom Schönen hinstellen. Das Schöne umfasst Alles, was 
uns anzieht, das Hässliche ist sein Gegensatz und wird danach erklärt. 
Im engeren Sinne kommt dem Schönen das Gebiet vom Reizenden 
bis zum Erhabenen zu. Das Furchtbare hat seine Grenzen im Er- 
habenen und Grausigen; das Hässliche reicht vom Grausigen zum 
Niedern. Vom Niedern zum Reizenden liegt das Lachbare. Die 
Zwischenempfindungen reichen im weitesten Sinne bis zu den Haupt- 
empfindungen, enger würden sie nur an Empfindungen reichen, die wir 
hier nur angedeutet haben. So z. B. geht das Erhabene bis zum 
Schönen und Furehtbaren, respective nur bis zum Herrliehen und Ge- 
waltigen und so fort. 
Besondere Beachtung verdienen nun die Gefühle, die wir je beim 
Siege oder Unterliegen jener Empfindungen gewahren. Man kann ein- 
fach" sagen, dass wir beim Siege des Schönen  dieses im weitesten 
Sinne genommen  Freude, bei seinem Untergange Schmerz empfinden, 
und umgekehrt beim Siege des Hässliehen Schmerz, bei seinem Unter- 
gange Freude.   
Sehen wir näher zu, so wird der Sieg des Schönen uns glücklich 
maßherh Das Edelste, was wir selbst besitzen, indem wir es in ihm 
empfinden, kommt ja zur sieghäfjtell Geltung. Aber ein tiefes Mit- 
leiden wird uns bei seinem Unterliegen, seinem Tode ergreifen. Wir 
sterben in ihm, wenn es vergeht. Sieg oder Untergang des Lachbaren
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.