Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177986
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Empfindungen. 
Die 
liegt unter uns, wie die Sphäre dessen, was wir erhaben nennen, über 
unserem Niveau liegt. Das Niedere Weist auf das Hässliche, bleibt 
aber doch noch für uns lachbar oder gleichgültig. Das Lachbar-Schöne 
ist das Reizende, das, was uns reizt, zu ihm hinzustreben, was uns 
aber noch nicht mit der fesselnden, harmonischen Allgewalt des 
Schönen zu sich zieht; das Lächeln schwebt noch bei ihm auf den 
Lippen, das eine gewisse Ueberlegenheit ihm gegenüber verkündet. 
Auf die weiteren Eintheilimgen müssen wir hier verzichten, so 
interessant sie sind. Mögen nur einige genannt werden, die man sich 
leicht erklären kann: das Schön-Erhabene oder das Herrliche, das 
Erhaben-Furchtbare oder Gewaltige, das Schreckliche, Entsetzliche, 
Gemeine, Liebliche u. s. w. Die eingehendsten Erörterungen über 
diesen Theil der Lehre der Aesthetik findet man im ersten Band der 
Aesthetik von Köstlin. 
Wir hätten also folgenden Empiindnngskreis gewonnen: 
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Das Lachbare. Das Furchtbare. 
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Hässliche.  ü; 
Diese Empfindungen eoncentriren sich nun zu Gefühlen, und zwar 
erweckt das Schöne das tiefe, heilige Gefühl der Liebe, das Hässliche 
hingegen Ekel und Hass. Dem Erhabenen zollen wir Hochachtung 
und Ehrfurcht; das Grausige trifft unser Abscheu, das Niedere 
Verachtung, dem Reizenden schenken wir unsere Zuneigung. Von 
der Furcht, sowie von der gewissen Gleichgültigkeit des Lachbaren 
war schon die Rede. Um dies Lachbare herum gruppirt Sich das 
ACSthQt-ißßh-Unbedeutende, das Gewöhnliche nach all seinen Nüanei- 
rungen zum Schönen oder Hässliehen hinüber. S0 z. B. das Niedliche 
einerseits; das Kleinliche andererseits.
        

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