Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1181689
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Blalerei. 
Die 
sehwächlich erscheinen Würde; auch durch den seelischen Ausdruck, 
dessen. Meisterin sie ist, wirkt sie in einer Weise, die einen blossen 
Grössen- oder Massenunterschied ganz aufheben kann. Der Künstler 
weiss auch der Zweiheit, um diese eine Weise zu erwähnen, durch eine 
Pyramidalbildung einen trefflichen Zusammenhang zu geben, wobei er 
bald die-Linien wirklich zusammenlaufen lässt, bald dieselben durch 
-den Zuschauer ergänzen lässt, wie z. B. auf dem Bilde Rafaels, welches 
die Heimsuchung Mariae darstellt. Gern strebt auch der Maler trotz 
seiner Fähigkeit, sich leicht in der Zweiheit zu bewegen, nach einer 
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 Fig. 44. Die Erschaüung des qWeibes von Michelangelo. 
Dreiheit. Darum ist auch der Johannesknabe dem Künstler so will- 
kommen, weil er dann den Ohristusknaben freier v_0n der Mutter lösen 
kann, da er in jenem ein malerisches Gegengewicht hat. Bei der 
Madonna (Fig. 41) bildet Johannes gleichsam mit Christus zusammen 
das Gegengewicht gegen die Mutter. Es ward schon früher erwähnt, 
dass ltiutter und Kind ein künstlerisches Gleichgewicht gegen den llIann 
geben. Bei der Gruppenbildung aus drei Figuren kann nun der Künstler 
in sehr verschiedener Weise zu Werke gehen. Es ist nicht nöthig, dass 
er die Mitte stets den beherrschenden T.heil sein lässt. Betrachten wir 
z. B. die Erschaffung des Weibes nach Michelangelo (Fig. 44).
        

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