Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1181398
Christenthum. 
und 
Polytheismns 
357 
auch die Kunst wohl aus ihnen analoge Gestalten geschaffen, so gut 
dies anging bei der Schwierigkeit, die das in ihnen ganz überwiegende 
geistige Element verursachte. Hätten wir mehr Geister gehabt, wie 
Michelangelo, so wäre freilich noch ein anderes Resultat herausgekom- 
men. Sein Christus in der Sixtina, sein Moses (Fig. 38) zeigen ihn un- 
Fig. as. 
Moses von Michelangelo. 
bekümmert um das Herkömmliche der Auffassung. Er liess sich von 
keinen andern Rücksichten als von seinen künstlerischen binden und 
S0 schuf er in seiner Art Heroen, wie die Hellenen in ihrer Art gethan 
haben. Er sah sich die Bibel darauf an und hat nicht vergessen, dass 
Moses einen Aegypter im Zorn todtschlug, dass er Tausende von den 
Leviten erwürgen liess und ergrimmt von Jehovah verlangte und er- 
langte, dass er mit Korah Schaaren der vornehmsten Juden in die Erde
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.