Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1181290
Relief. 
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nicht blos wieder gefunden und erkannt, sondern er hat auch die Welt. 
die so sehr für die Buntheit und Vermischung der Stile gegen die 
Einfachheit und die stilvolle Beschränkung eingenommen war, zu über- 
zeugen gewusst, dass der wahre Stil, wie ihn ein Phidias in seiner 
schönen Klarheit, in seiner edlen Ordnung, durch die Tugenden der 
Plastik, so könnte man sagen, wirkend, geschatien, schöner ist, als der 
falsche, der von der Malerei seine Ordnung und Behandlung leiht. 
Seine lrlauptthat in dieser Hinsicht ist der Alexanderzug. (Fig. 36.) 
Die statische Gebundenheit der Gestalten der Frcisculptur fällt bei 
der Reliefbildung weg; diese arbeitet stets auf der Flache, durch die- 
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Fig. 37. 
Die Nacht, 
Relief von Thorwalmlsen. 
Selbe ihre Gestalten stützend. S0 kann sie in dieser Beziehung mit der 
Kühnheit des Zeichners verfahren. Selbst das Reich der Lüfte ist ihr 
erschlossen; da schweben die Vögel; da trägt der Adler des Zeus den 
Ganymed empor, da senkt sich die Nacht geschlossenen Auges mit 
mattem Flügelschlag, zwei schlummernde Kinder im Arme, langsam 
zur Erde nieder (Fig. 37), da wandeln die Götter und Genien durch den 
Aether. Eine Vermischung von Freiseulptur und Relief, wo Einiges
        

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