Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1180840
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Baukunst. 
Die 
kreise. Das Centrum fällt genau in die Mitte. Wir werden sehen, wie 
das Mittelalter die Unruhe seines Geistes, die Doppeh-ichtung zwischen 
Natur und Geist, in der Architectur ausgedrückt hat. Im Röxncrbogen 
stösst sich nichts; Eins wächst mit dem Andern zusammen; im gothi- 
sehen Bogen Zusammenstoss und auseinandergeworfene Centren. Aber 
Fig- 
Trajansbogen zu Benevent. 
eine andere Form sollte noch vor der Hand von grösster Wichtigkeit 
werden. Die römische Basilika ward maassgebend für die meisten 
abendländischen Kirchen. Stellen wir uns einen von Hallen umschlos- 
senen Hof vor oder, wenn man will, ein Gebäude, das einen Hof um- 
sehliesst, der wegen der Kosten der Ueberdachung und wegen des 
Lichtes unbedeckt geblieben ist. An der einen Seite des Gebäudes ist 
eine halbkreisförmige Nische, die mit einer halben Halbkugel überdacht 
ist; sie diente zum Aufenthalte für die Marktriehter; in den Hallen 
hatten Händler ihren Verkehr. Die ausgebildetere Technik späterer 
Zeiten fand die Mittel, dergleichen Höfe von bedeutenden Weiten zu 
überdachen, als man bei solchem offenen Mittelbau sieh nicht mehr 
beruhigen mochte. Wie aber Licht durch die Bedachung hineinbringen, 
um diesen mächtigen Raum zu erhellen? Der Grieche war hier stehen 
geblieben. Anders der Römer, der zu entwickeln verstand, der heraus-
        

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