Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1180827
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Die Baukunst. 
sich krümmend, ist auch im Bilde unerfreulich. Nur eine Gestalt, die 
frei und leicht zu tragen scheint, quält uns nicht. Danach muss die 
Belastung behandelt werden, z. B. in der Weise, dass man sie durch 
Malerei leichter, baldachinmässig u. dergl. erscheinen lässt. Anders 
natürlich, wo freiere Phantasicgestaltungen gewählt werden, welche 
der Baulast mehr entsprechen  Gnomen, Riesenforrnen u. s. w.  
oder wo die Idee der Last, des Drucks z. B. durch Sclaven veranschau- 
licht werden soll. 
Die Etrusker blieben in ihren Tempelbauten weit hinter den 
Griechen zurück. Sie behielten ihre Säulenstellung des Holzbaues, mit 
weiten Abständen, wie sie der Holzbau ermöglicht. Dadurch erscheint 
der Oberbau mit dem massigen Giebel zu wuchtig, auf zu schwachen 
Füssen ruhend. Bei der Säule nahmen sie den Echinus der dorischen 
Säule, setzten aber dieselbe auf eine Unterlage, auf einen aus mehreren 
Stücken gebildeten Pfühl. 
Aber die Etrusker übten den Gewölbebau, wie ihn Griechenland 
kaum kannte oder doch vernachlässigte. Auch ihre Nachbarn, die Latiner, 
verstanden denselben. Rom erwuchs  durch den Gewölbebau schuf 
es einen neuen Baustil. 
Weit wie der Himmel über die Erde dehnte sich Roms Herrschaft 
über die Länder, umfasste und überragte die Völker; so auch spannte 
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