Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1180804
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Die Baukunst. 
setzen liebte. Anscheinend ein Mischmasch, aber nicht blos aus dem 
schlankeren Bau der ionischen Säule, sondern auch daraus zu erklären, 
dass vorzugsweise nur an den Boden die dorische Säule gehörte. 
Der Triglyphenbau wird verlassen. Die einzelnen Schichten, 
überhaupt der Zwischenbau zwischen Wand und Dach, werden durch 
Vertreten der Schichten, Perlenschnüre, Eierstäbe, Zahnschnitte und 
ähnlichen Schmuck lebendig gemacht und gegliedert. Das Dach wird 
dem schlankeren Säulenbau entsprechend leichter. So auch der ganze 
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Bau gegenüber dem dorischen. Die vielen Verzierungen, die hier dem 
Meissel an den Perlenschnüren, Voluten etc. übertragen wurden, liessen 
ebenfalls den Bau freier, zierlicher erscheinen. (Fig. 16.) 
Später kam die korinthische Säulenordnung (Fig. 17) zur Geltung. 
Sie setzt auf die Säule, ähnlich wie es schon im Orient geschehen war, 
einen Steinblock, der kelchförmig gearbeitet wird. Schon in Aegypten 
hatte man diese Form angewandt und wohl durch Palmeublätter an 
den Palmenschaft erinnert, wie er die reiche Krone oben ausblätternd 
und sich entfaltend trägt. In Griechenland wählte man das Akanthus- 
blatt, auch andere Formen zum Schmuck. Das korinthische Kapital 
verfiel dadurch der grösseren Willkür; es stand in J edennanns Belieben, 
die Verzierung des Steinwürfels auszuführen. Auch die weiteren Ver- 
zierungen wurden willkürlicher, weswegen es nichts nützt, dieselben 
zu besprechen. Grössere Pracht, selbst schon Ueberladung tritt hervor, 
das Reine, Keusche, Einfach-Schöne des dorischen und ionischen Stils 
konnte durch die Pracht nicht ersetzt werden. 
Ein schöner griechischer Tempel  wir nehmen den mit Säulen 
umgebenen  ist durch die Säulen belebt. Rhythmus, Wechsel, auch
        

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