Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1180640
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Baukunst. 
Die 
sich also Zinnen, Balustraden, Thürmchen u. s. w., sodann Statuen 
zu solchem Zwecke am besten eignen. 
S0 wäre das zusammengesetzte Gebäude nach der Höhe gegliedert; 
auch eine Breitengliederung kann sich vernothvvendigen, um nicht bei sehr 
grosser Breite die horizontalen Linien zu sehr überwiegen zu lassen. 
Bei vielen und kräftig behandelten Thür- und Fensteröffnungen wir- 
ken schon deren Verticaleil gegen die Breitentiächen belebend. Die 
einfachste Gliederung geschieht durch Theilung der Stockwerk- oder 
Mauer-breite mittels Verticallinien, wozu sich kräftige Stützenandeu- 
tungen am besten eignen (Lisenen, Pfeilen, Säulenartige Glieder). 
Figur 10. "giebt die treiflichste Erläuterung. 
Zur Uebersicht über alle die Veränderungen, welche sich durch 
Gliederung und Schmuck für den ästhetischen Ausdruck ergeben, 
stehe Figur 11., wo ein Gebäude vom Speicher zum Prunkbau ge- 
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gesteigert wird bei denselben Grundverhältnissen; das Nähere ist aus 
der Zeichnung leicht zu ersehen. 
Am kräftigsten geschieht die Breitengliederung durch Verschieben 
und Zurückziehen einer oder mehrerer Gebäudeparthien (Flügel- 
bildung), durch Hervorhebung in Höhe, Schmuck und dergL, eines 
Oder mehrerer Theile. Die ungleiche 3, 5, 7, 9 Gliederung u. s. w. 
wird auch hier häufig die ästhetisch schönere sein, wegen ihres Be- 
zuges zur Symmetrie, deren Einfiuss, auch als Ausdruck des Gleich-
        

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