Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1180388
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Der 
Schmuck. 
sogenannten 
Die 
technischen 
Künste. 
geschnittenen Eiformen bekanntlich die Formen für viele kleinere 
Gefässe.   
Aber ein solches Gefäss wäre ubermässig einheitlich. Es hatte gar 
keine Gliederung, namentlich wenn wir den, es aus der Einheit reissen- 
den Henkel noch fortlassen. Wenn solche Form auch bei dem kleineren 
Gefässe z. B. dem Glase, noch durchaus entsprechen würde, so würden 
wir bei dem grösseren nach -einer stärkeren Belebung der Masse ver- 
langen, als durch den blossen Schwung der Linien gegeben ist. Da 
bieten sich nun vor allen Dingen die Abschlüsse an OeHnung und Steh- 
fläche. Sobald wir sie betonen, sie ausdrücken z. B. durch einen Ring, 
durch ein Band, ein Gedecht, eine Kante oder wie wir nun dergleichen 
Abschlüsse zu sichern pflegen, so erscheint das Ganze sowohl belebter 
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Antike Vasen. 
als auch zusammengefasster, fester, abgeschlossener. Wir haben dann 
Bauch des Gefässes, oberen Rand und Fnssrand. Zum Airsgiesseru 
wird, um das Ueberfliessen zu vermeiden, ein Ausguss wünschenswerth 
sein, der die Flüssigkeit in einem geschlossenen Strahle wegleitet, der 
Ausguss oder die Lippe. Setzen wir ausserdem nun noch zum Heben 
oder Tragen einen Griff an ein solches Gefäss, der, mit den ge- 
schwungenen Linien desselben übereinstimmend, ebenfalls geschwungen 
gebildet werden wird. 
Wir haben in dieser Weise in dem runden Gefäss die sogenannte 
Bowlenforln, in den übrigen die Glas-, 'l'assenf0r1n, dann die gewöhn- 
liche Topf- und Krugform entstehen sehen. Die ansprechende Eiform, 
um bei dieser stehen zu bleiben, zu finden, ist natürlich die Sache des 
Geschmacks. Sodann gilt es die richtigen Schnitte zu machen.
        

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