Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1179415
Alläenxeinßs. 
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dann in kleinere Theilung, die Nackenparthie, der Unterrumpf in die 
Parthie von der Brustmitte bis zur Magengrube. (Hier sind die Maasse, 
Höhe der Nackengegend 34,441, der oberen Brustparthie 55,728, 
ebenso der unteren Brustparthie und der Herzgegend, Höhe der Nabel- 
gegend wieder 34,441.) Derganze Arm theilt sich danach in Ober- 
arm (167,184) und Unterarm mit Hand (270309), der Unterarm mit 
Hand in Unterarm (l67,184.) und Hand (103325). Zeising zeigt dann 
das Gesetz weiter für die Hand. Die (Pheilung des Beins habe ich 
schon angegeben  (ganzer Oberschenkel 381,966, ganzer Unter- 
schenkel 236,0ß7), die Einzeltheilungen will ich hier übergehen. 
Die Breitenmessung bestimmt Zeising folgendermaassen: „Die 
Ausdehnung in der Breite muss zur Ausdehnung in der Höhe in dem 
Verhältniss stehen, dass die durch symmetrische Theilung gewonnene 
Hälfte der Breite dem kürzeren Obertheil der Totalhöhe gleich ist, 
mithin zum längeren Untertheil sich ebenso verhält, wie dieser Unter- 
theil zur Totalhöhe oder zur Summe der Untertheilslänge und Breite- 
hälfte zusammengenommen?" Er nimmt dabei die Stellung an, worin 
der Mensch, leicht den Oberarm hängen iassend, den Unterarm nebst 
der Hand in gleiche Höhe mit dem Nabel oder der Taille legt. Auch 
die Tiefenmessung  Seitenansicht  behandelt Zeising ebenso. 
Ich will hier die gewöhnlichen Maassbestimmungen für den 
menschlichen Körper nicht ganz übergehen. Von den vielen will ich 
hier eine geben: Kopf, Hals und Brust U4 der ganzen Körperlange, 
von der Brust bis zu den Schamtheilen wieder U4, ebenso bis. zum 
Knie und bis zur Sohle. Die Schulter-breite ist gleich dieser Viertel- 
Lange. Der Kopf hat die Hälfte des Viertels, also ein Achtel der 
Höhe. Viele rechnen ihn zu 71f2 der Höhe.  
Das Gleichmaass des Körpers brauche ich nicht auseinander zu, 
setzen; es ward schon auf die einander entgegen laufenden Linien 
hingewiesen.  
Die Eurhythmie der Körperlinien ist am_Menschen bewunderungs- 
würdig; obwohl vielfach das Gesetz der geraden Linien zum Grunde 
liegt, so ist doch der Zwang der völlig Graden vollständig aufgehoben. 
Alles ist in freier Schwingung, Nichts nach einer leicht erkennbaren 
mathematischen Formel an ihm gebaut, wie sehr auch Alles den Ein- 
druek vollster Gesetzmässigkeit macht und mit einander vermittelt ist. 
Beginnen wir am Fuss, so ist selbst die Sohle, darauf der Körper 
steht, geschwungen; durch die Bogenlinie des Hackens, der hässlich 
wird, sobald die Linie des Beines derartig in die Ferse fällt, dass 
diese halbkugelförmig Vortritt, steigt mit sanfter Schwingung das Bein 
empor, bald in die kräftige Wadeaussehwellcnd, dann wellenförmig 
in das Knie zurücktliessend, sodann mit dem langen Schuss im hinter-n 
Schenkel aufstrebend und hier mächtig in den. Sitztheilen ausladend, 
deren geschwungene Formen Vischer schön mit dem Pfirsich vergleicht,
        

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