Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1178976
Farben. 
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ohrfeigenmässigen Eindruck auf sie macht. Wenn Grün und Blau für 
geschmacklos galt, so ist Roth und Violett nebeneinander jetzt modisch. 
Aber mag es sein! Genug vor der Hand, dass wir doch volle Farben 
zu sehen bekommen nach all dem Staub- und Sohmutzgeschmaek! Nur 
erst wieder wirkliche Farben, dann wird auch der Farbensinn ge- 
winnen. Schwarz ist farblos. Daher passt es zu allen Farben. Durch- 
NVeiss. 
Roth. 
XIX. 
 4h 
Y  '17 
K 
Blaugrün. 
Schwarz. 
aus glanzlos z. B. als Krepp drückt es tiefe Trauer aus; indem es eine 
Lücke gleichsam veranschaulicht, bezeichnet es den Tod. Es bean- 
sprucht mit einigem Glanze wenig oder Nichts, sagt Nichts. So ist 
es recht die Farbe der Zeit, die in der Zurückhaltung das erste Er- 
forderniss der Noblesse sieht. Blasirtheit im rothen Gewand ist eine 
Lächerlichkeit, aber zum schwarzen Frack passt Blasirtheit vortrefflich. 
'l"1'agt Euch farbiger, lichtfroher und lichtkräftiger und Ihr werdet 
Wieder fröhlicher sein oder werden!
        

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