Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Populäre Aesthetik
Person:
Lemcke, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1177159
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1178952
Farben. 
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 Zwischen Blau und Purpur Violett; zwischen Purpur und Roth 
Carmin; zwischen Gelb und Grün Grüngelb u. s. w. Man sieht sogleich 
die grosse Velälldßlilllg, die sich (laraus ergiebt. Hier stehen Blau 
und Gelb statt- Gelb und Violett wie im ersten Kreis einander (gegen- 
über und bilden Oompleinentärfarben, d. h. geben Weiss. Statt Roth 
Blau. 
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Blaugrün. 
Roth. 
und Vollgrün bekommen wir Roth und Blaugrün; (lagegcn Vollgrün 
(Grasgrün) und Purpur u. s. w. Wir müssen hier aber auf das wichtige 
Werk Brüekds selbst verweisen. Auch in ihm zeigt sich wie oft, dass 
je tiefer das Eindringen, desto grösser die Schwierigkeiten werden 
und eine befriedigende Antwort auf Fragen, welche den Meisten spie- 
lend leicht erscheinen, die grössten Schwierigkeiten bietet. 
Man hat nun vielfach versucht, die Harmonie der Farben so ge- 
setzmassig zu machen, wie die Ielarmonielehre der Musik (Llnger, 
Adams, Rauth u. A.) Namentlich hat Unger dies gethan. Seineqnteres- 
santen [lntersuchungen kann ich hier nicht darstellen. Genug, dass 
61' nach den Schwingungen der Töne und der Farben folgende Gleich- 
stellung macht: Carmin z C, Zinnober Ois, Mennig D, Orange Dis, 
Gelb E, Gelbgrün F, Blaugrün Fis, Blau G, Indigo Gis, Violett A, 
Lilla B, Purpur H. Diese Farben behandelt er nun nach musika- 
lischen Gesetzen, bekommt also Moll- und Durfarben, hat Terzen, 
Quintenaccorde u. s. w. 
Die Gesetzmässigkeit der Farben vollständig zu finden und nicht 
m08 bei den Complementärfarben stehen bleiben zu müssen, wird 
sicherlich gelingen. Mit der Musik zu wenigxvertraut, kann ich über 
Ungßfs Lehre nicht aburtheilen. Nur Eins möchte ich bemerken: 
Sehwingilngen liegen den Farben, wie den Tönen zum Grunde, aber 
diese unendlich verschiedenen Grade einander so gleich zu stellen, wie
        

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