Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1170989
Schnaasds Biographie. 
Carl 
LXIX 
stelle sich über das vieljährige 
Scheidungen fortzusetzen. 
kirchliche 
Herkonnnen 
bei 
Ehe- 
Ich 
breche 
meine 
Herzensergiessungen 
ab 
und 
will 
(las 
Sünden- 
register jener Parthei damit schliessen, (lass sie mich verleitet haben, 
Dir sehr gewöhnliche Dinge in sehr ungeschickter Form vorzutragen, 
und vielleicht mich in einen unerlaubten und unchristlichen Eifer 
hinein zu reden. Es ist ein Jammer, (lass wir Schwachen kämpfen 
und abwehren müssen, wo wir nur lobsingen und preisen sollten." 
Ein anderes Mal schreibt er: 
Wenn ich etwas mehr Zeit und Kräfte hatte, würde mich die 
natuwissenschaftliche Frage, d. h. das Verhaltniss der Resultate der 
Naturwissenschaft zur christlichen Offenbarung, sehr interessiren. In 
gewissen] Sinne ist sie die Lebensfrage der Zeit. Wir werden leicht 
(larüber einig sein, dass die völlig materialistischen Ansichten (Voigt, 
Moleschott u. A.) eigentlich nur (lurch eine gewisse vis inertiae ent- 
stehen. Die Herren beschäftigen sich nur mit der Entwickelung des 
materiellen Lebens und glauben daher, dass nichts Anderes da sei; 
sie gestehen sich daher nicht ein, dass die Entstehung des selbstbe- 
wussten, sittlichen in Gott denkenden Geistes im Menschen eine neue 
Schöpfung ist, die aus den sonst festgestellten Phänomenen nicht folgt; 
sie kennen nicht oder sind blind gegen die augenscheinliche, von der 
Natur unabhängige oder doch nur schwach influirte Entwickelung 
dieses Geistes in der Geschichte, in der dann die Offenbarung in 
Christo eine so bedeutende Stelle einnimmt; es entgeht ihnen dadurch, 
dass neben der Entwicklungsreihe der naturwissenschaftlichen Pha- 
nomene eine selbstständige Reihe geistiger Erscheinungen hergeht, 
welche auch Sache der Erfahrung sind und mitjdemsellaen Rechte 
wie ihre naturwissenschaftlichen Resultate zur Basis von Schlüssen 
gemacht werden. Aber eben so richtig ist es, dass die theologischen 
Wissenschaften noch nicht genug gethan haben, um die scheinbare 
Antinomie zu heben, dass sie noch nicht einmal den Anfang gemacht 
haben, die unlaugbaren Erfahrungen der Naturwissenschaft auch als 
eine Offenbarung anzuerkennen, und sich vielmehr begnügen, starr 
am Dogma festzuhalten, und dem „e pur si muove", das die Welt ihnen 
zuruft, 
den 
entgegen 
Buchstaben 
blossen 
stellen. 
Es 
ist 
auf 
theo-
        

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