Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1170808
Carl 
Schnaasds Biographie. 
mich kurz die Summa geben von dem eigentlichen Inhalt dieses 
Briefes, der Dir meine Lebensansicht erläutern soll. S0 lange ich 
noch glaubte, zur ohjectiven iiussern Thättigkeit in der Wissenschaft 
berufen zu sein, glaubte ich auf Ehe und Häuslichkeit verzichten zu 
müssen. Seitdem ich einsehe, dass mein inneres Streben eigentlich 
nur auf persönliche religiöse Befriedigung durch die Wissenschaft 
gerichtet ist und gerichtet sein dürfte, erschien sie inir höchst wün- 
schenswerth." 
Aln 12. Juni 1833 ward die Trauung der Verlobten in der 
Kirche des kleinen odenwaldischen Städtchens Michelstadt vollzogen, 
bald darauf fuhren sie von dort ab und trafen nach kurzem Aufent- 
halt auf der Reise am 17Min Düsseldorf ein, wo der freundlichste 
Irlmpfang ihrer wartete. Zunächst machten aber die Assisen ihr 
Recht an dem jungen Ehemann geltend und kaum waren sie vor- 
über, so sehnte er sich herzlich nach den geistigen Arbeiten, die 
während der Verlobungszeit in's Stocken gerathen waren. Mancherlei 
Aufgaben waren in den letzten Jahren an ihn herangetreten. Als 
Secretair des Kunstvereins ward seine Tlhätigkeit vielfach in Anspruch 
genommen, aber er fand grosse Freude in dieser Arbeit; ausserdem 
war er Mitglied des Curatoriums der Academie und griff ein, wo es 
nöthig war. Wissenschaftlich beschäftigten ihn die Niederländischen 
Briefe, an welche die letzte Hand angelegt werden musste. Sie waren 
fertig bis auf den Schluss, dem die ersten ruhigen Stunden ge- 
widmet wurden. 
Erst im Juni 1834 erschien das Buch und nicht ohne Spannung 
erwartete Schnaase das öffentliche Urtheil über dasselbe, war nament- 
lich begierig auf eine Besprechung Knglens, die im „Museun1" Ende 
des Jahres erschien, aber nicht auf des einging, was Schnaase am 
wichtigsten wer: die Beziehungen auf Philosophie und Geschichte. 
Wenn man diese bedeutende Arbeit mit ähnlichen Reiseberichten 
anderer Forscher vergleicht, so tritt mit einem Schlage SchnaaseÄs 
Eigenart in helles Licht. In allen wesentlichen Zügen erkennt man 
schon hier den Charakter seiner Betrachtungs- und Darstellungs- 
weise, welcher nachnials in dem Hauptwerk seines Lebens zu klas- 
sischer Vollendung ausreifen sollte. Wie jeder Reisende geht Schnaase 
d.
        

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