Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1170741
Biographie. 
Carl Schnaasefs 
XLV 
Zeit jugendlicher Begeisterung, praktischer Anregung und frischen 
geistigen Lebens schildert. Schadow bildete den Mittelpunkt des 
Künstlerkreises, und Schnaase weilte gern in seinem heiteren Hause, 
obgleich er sich auch ihm anfänglich nicht recht nähern konnte, 
"vielleicht weil Schadow gegen den Hegelianer  als solchen hat 
mich Immermami in's Gerede gebracht  Verdacht hat. Sonderbar 
ist dieser Name am ganzen Rhein höchst verketzert." 
Mit Immermann, dem er später wohl am nächsten stand, befand 
er sich anfangs mehr auf dem Fusse einer bewaffneten Neutralität. 
Er sagt von ihm: „Seine Persönlichkeit ist ungleich bedeutender als 
seine Schriften. Geistreich und lebendig, mit scharfem, oft sophisti- 
schem Verstande und mit vielen Kenntnissen beherrscht er die Ge- 
sellschaft in allen Beziehungen, in ernsthaftem Gespräch wie im 
Witze. Sein Humor ist ergötzlich, besonders da man es bei dem 
leichten sprudelnden Witze nicht eben genau mit der Tiefe nimmt. 
Er schreibt nun aber nicht anders wie er spricht und da ist denn 
bei der Menge von schriftstellerischen Arbeiten neben seinen Dienst- 
geschäften, neben einer Menge von verschiedenen Büchern, die er 
liest, vollkommen begreiflich, dass er nicht feilen kann und dass ein 
gewisser Mangel an Fornigefühl sich bemerklich macht." Erst als 
Immermaml sein tiefstes Inneres in dem Merlin auszusprechen suchte, 
als Schnaase des Freundes geistiges Ringen theilte und dadurch 
verstand, wuchs das Verhältniss der beiden Männer zu der warmen 
Freundschaft, die für Beide gleich beglückend blieb. 
Uechtritz' Wesen trat schon bei der ersten Bekanntschaft ihm 
wohlthuender entgegen. Sein Sinn für die grösseren Weltverhältnisse, 
für eine reine plastische Form der Poesie, sein historischer Blick, 
unermüdeter, sorgsamer Fleiss, seine bedeutenden Kenntnisse zogen 
ihn an und ihr Verkehr war dauernd ein fruchtbringender. 
Noch ehe die Niederländischen Briefe erschienen, nahm aber 
Schnaasds Leben eine neue schönere Gestalt an. Im Hause des 
Präsidenten v. V. lernte er Charlotte v. Schoenowska kennen, sie 
ward seine Braut und im Sommer 1833 die treue liebevolle Gattin, 
die seinem Leben das reinste, vollste Glück brachte. Sie war früh 
verwaist und in ernster Schule herangewachsen, von einer Schwester
        

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