Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1175153
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uberdeutschen 
Die 
Schulen. 
des Abtes, die zarte Schönheit der 
Jungfrau erinnert an bekannte 
Kupferstiche unseres Meisters, und 
die Ausührung, obgleich nicht so 
vollendet wie auf dem Bilde der 
Martinskirche, ist frei und meister- 
lich und kann ihm mit grosser 
Sicherheit zugeschrieben werden. 
Sechzehn zusammengehörige 
Bilder, die Paspion des Heilandes 
darstellend uhd aus dem ehema- 
ligen Dominikanerkloster von Col- 
mar herriihrend, sind zwar liber- 
malt, wobei die Umrisse dicker 
geworden sind und ihren feinen, 
ausdrucksvollen Schwung verloren 
haben, enthalten aber doch noch 
sehr viel Schönes und sind gewiss 
aus seiner Werkstatt hervorge- 
gangen. Ein Theil der Bilder 
stimmt nämlich mit seiner ge- 
stochenen Passion überein, doch 
mit bcmerkenswerthen Abweichun- 
gen, andere aber zeigen andere 
nicht darunter befindliche Com- 
positionen, welche jenen an Innig- 
keit des Ausdrucks und sonst an 
künstlerischemWerthe nichts nach- 
geben. Auf einigen Tafeln sind 
die Köpfe besser als die Gewänder 
und andere können sogar ursprüng- 
lich ganz von der Hand des Meisters 
gemalt sein. Dies gilt von der auch 
in der Composition vorzüglich 
schönen Kreuzabnahmell- Diesß 
'l'afeln sind, obgleich auf Gold- 
grund, doch in Qel und mit augen- 
schcinlicher Kenntniss tlandrischer 
Technik gemalt. Acht derselben, 
 1) Waageh a. a. 0. schreibt ihm 
Kreuzabnahme und Grablegung zu.
        

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