Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1170699
XL 
Schnaasds Biographie. 
Carl 
um 
einem 
Nothfalle 
schneller 
bei 
der 
Hand 
zu 
sein 
und 
die 
danken an eine freiere Stellung aufzugeben. 
Nachdeln Schnaase aus diesen Rücksichten 
sein 
früheres 
Gesuch 
um eine Versetzung nach Berlin zurückgezogen, 
wider Wunsch und Wissen im März 1828 eine 
erhielt er 
Rathsstelle 
ganz 
behn 
Oberlandesgericht in Marienwerder. Er übersprang eine Reihe älterer 
Assessoren, hätte aber gern auf diesen Vorzug verzichtet, wenn die 
Verhältnisse ihn nicht genöthigt hätten anzunehmen. „Ich leide 
doppelt", schreibt er im September, „bei meiner jetzigen Stellung, 
Theils ist die Arbeitslast hier so gross, dass ich kaum dazu komme, 
mehr als die Zeitungen zu lesen, theils fehlt es in dem armseligen 
Städtchen an aller Anregung und Mittheilulng über alles, was über 
einen beschränkten Gesichtspunkt hinausgeht. An kunsthistorische 
Studien ist nicht zu denken. Kaum erfahrt man die Titel von neu 
herauskommenden 
Werken 
und 
bald 
HIIISS 
sich 
auch 
die 
Lust 
VGI" 
lieren, noch Namen zu nennen, wenn man nicht zu den Sachen kommt. 
Natürlich kann ich den Gedanken, so lange mit der Scheuklappe vor 
den Augen den Staatskarren zu ziehen, bis ich steif werde, nicht 
ertragen. Zwar sehe ich noch keine Aussicht herauszukommeii, in- 
dessen wird sich das finden, wenigstens bin ich sanguinisch genug, 
um dies zu hoffen. Ich habe das Versprechen des Ministers, mich 
bei nächster Gelegenheit nach Königsberg  allein 
so mächtig ist der Zug nach Süden, dass mir die Rückkehr nach 
Königsberg schon einen herben Beigeschmack hat." 
Ein Schlaganfall, von dem sie sich nicht wieder erholte, traf um 
diese Zeit Schnaases Mutter, und im Frühlinge wurde sie ihm durch 
den Tod entrissen. Damit verlor er das einzige natürliche Band, 
was ihn an die Heimath knüpfte, und der Wunsch, in die westlichen 
Provinzen versetzt zu werden, wurde um so lebhafter. Als ihm die 
Stelle eines Procurators in Düsseldorf im October 1829 angetragen 
wurde, nahm er dieselbe gern an, obgleich damit keine Erhöhung 
seines Gehaltes verbunden war. Hier fand er nun ein Lebenselenient, 
das den innersten Neigungen seines Geistes förderlich entgegen kam. 
Es waren die Tage, da die neu begründete Akademie unter Scharlows 
Leitung ihre erste glänzende Blüthe entfaltete. Lessing, Scliinner,
        

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