Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im 15. Jahrhundert
Person:
Schnaase, Carl Lübke, Wilhelm Eisenmann, Oscar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169929
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1170465
Am 7. September 1798 wurde zu Danzig Carl Julius Ferdinand 
Schnaase geboren, in einer Familie, die zu den Patriciern der ehemals 
mächtigen Hansestadt gehörte. Sein Grossvater war Chef eines alten 
angesehenen Handlungshauses und die Familie, deren Haus in der 
Wollwebergasse lag, besass stattlichen Grund und Boden auf der 
sogenannten Speicherinsel, der in späteren Jahren schwierig zu Ver- 
walten und nicht leicht angemessen zu verwerthen war. 
Gewiss war es dem alten Herrn ein Schmerz, als es sich heraus- 
stellte, dass sein einziger Sohn, der Vater von Carl Schnaase, keine 
Neigung zeigte, sich dem Handelsstande zu widmen, sondern verzog, 
die Rechte zu studiren. Zwar kehrte er nach Verlauf der Univer- 
sitätsjahre in seine Vaterstadt zurück und trat in die nach der frei- 
städtischen Verfassung übliche juristische Laufbahn ein; aber nicht 
auf lange Zeit. Als im Jahre 1793 Preussen Besitz von Danzig nahm, 
gab er seine Stellung auf, weil der freie Bürger sich nicht ent- 
schliessen konnte, sich als Beamter in den grossen Staat einreihen 
Zu lassen. Von nun an hatte er keinen bestimmten Beruf, sondern 
beschäftigte sich ausschliesslich mit poetischen, namentlich drama- 
tischen und historischen Studien, die ihn jedoch nicht ausgefüllt und 
befriedigt haben müssen, da er gegen den Schluss des Jahrhunderts 
die Vaterstadt verliess, und von da ab mit seiner Familie ein eigen- 
thümliches Wanderleben führte. Er hatte sich mit einer jungen Dame 
aus Danzig, J. H. Scholz, verheirathet, die ihm schon einen Sohn und 
eine Tochter geboren, ehe Carl den Eltern geschenkt wurde, dem 
später noch ein Sohn folgte. Von der Mutter lag wohl Manches in 
der Natur des Sohnes, leider auch die zarte Constitution. Sie muss 
eine sehr feine anziehende Natur gewesen sein, deren Gesundheit den 
Sclmaastfs Kunstgesch. Vlll. b
        

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