Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1164678
154. 
155. 
Schule Peruginds. 
Andre umbrische Maler. 
93 
ein andres über dem Hauptaltar von S. Tommaso zu Perugia H. 
zu bemerken sind;  Tiberio d'Assisi; Franceseo 
Melanzio; Sinibaldo Ibi; Girolamo Genga u. s_w_ 
Adone (auch Dono) Doni folgte in früheren Arbeiten 
derselben Richtung (eine anmuthige Anbetung der Könige in12. 
dieser Art in S. Pietro zu Perugia), gab sich jedoch später 
der Manier der römischen Schule nach Rafael hin. Ebenso 
Dornenico di Paris Alfani und sein Sohn Orazio 
 von einem derselben jedoch eine höchst anmuthige und13- 
vollendete heilige Familie in der Tribune der Ufiizien zu 
Florenzö). 
Endlich gehören zu den Schülern Peruginds noch die 
Florentiner Francesco Ubertini, gen. il Bacchiacca, 
der sich in kleinen {igurenreichen Darstellungen bewegte, und 
Roceo Zoppo, der in einer eigenthümlichen Schärfe an 
seinen Verwandten Marco Zoppo erinnert, zu dem er viel- 
leicht in einem näheren Verhältnisse gestanden hat. Von 
tRocco ist eine Anbetung der Könige, mit dem Namen des 14- 
Künstlers bezeichnet, im Berliner Museum, vorn Bacchiaeca 
eine Taufe im Jordan ebendaselbst, und eine Darstellung jener 
wunderlichen alten Historie, wo Söhne nach dem Leichnam 
ihres Vaters um die Wette schiessen, in der Dlresdner Galerie 
vorhanden. 
Lange nach dem Tode des Meisters, bis in die zweite 
Ilälfte des XVI. Jahrhunderts hinein zehrte man in Perugia 
noch von seiner Auffassungsweise und ahmte seine Manier 
nach, bis endlich ein paar Naturalisten kamen und mit diesen 
ganz schwach gewordenen Nachklängen einer ehemals so 
grossen und wunderbaren Richtung gänzlich aufräumten. 
g. 155. Gleichzeitig mit Perngino blühten in benach- 
barten Gegenden noch einige andre Künstler von verwandter 
Richtung, welche wir der Betrachtung der umbrischen Schule 
anschliessen wollen. 
a) Eine denselben früher zugeschriebene Anbetung der Könige zu 
S. Agostino in Perugia wird von E. Förster für ein Werk Rafaels 
Erklärt.
        

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