Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1164562
82 
Buch III. 
Italien. 
XV. Jahrhundert. 
Ümbrien. 
151. 
152. 
Ort und Stelle; die Altarstafiiel mit dramatisch sehr bewegten 
Passionsscenen, worin die Energie des Ausdruckes hie und 
da bis an die Caricatur streift, befindet sich im Louvre. 
15. Auch Fresken Alunnds sind zu Fuligno in der Kirche S. 
Maria fuori la porta erhalten, doch sehr verstümmelt und ohne 
15- besonderen Werth. Von dem Hauptaltar des Domes von 
Assisi sind ebenfalls nur noch Fragmente (in Stuck einge- 
lassen) vorhanden; es war eine Pietät mit zwei Engeln, welche, 
wie Vasari sagt, so von Herzen weinten, dass auch der treffl- 
17.lichste Künstler sie nicht besser gemacht hätte. (Ein grosses 
Altarwerk v. J. 1464, die Krönung der Jungfrau und in 
zahlreichen Nebenabtheiltmgen Heilige, Engel und ein Ge- 
kreuzigter in der Gemäldesammlung des Lateran in Rom.) 
18.Das letzte bekannte Werk, der Altar von S. Angele in 1a 
Bastia unweit Perugia, vom Jahre 1499, ist bereits nur von 
untergeordneter Bedeutung. Manches andere findet sich noch 
in verschiedenen Orten der Mark Ancona zerstreut. Fast 
die sämmtlich genannten Werke bestanden nach alter, damals 
sonst schon aufgegebener Weise, aus mehrern besondern 
19. Tafeln.  Eine anmuthige Madonna, ganze Figur auf Gold- 
grund, im Berliner Museum. 
ä. 152. Was nun bei Alunno noch unentwickelt war, 
findet sich bei einem jüngern Meister zur treftlichsten Vollen- 
dung ausgebildet. Dies ist Pietro Vanucci della Pieve 
(„de castro plebis", so genannt nach seinem Geburtsorte 
Castello della Pieve), oder Pietro Peruginoa") (nach dem 
Orte, wo er sich nachmals niederliess,  geb. 1446, gest. 
1524). Die künstlerische Bildung, Welche Perugino erhalten, 
ist sehr dunkel; man giebt ihm bald den einen, bald den 
andern der eben angeführten Künstler zum Lehrer; nament- 
lich ist zu vermuthen, dass Alunno Einfluss auf ihn ausgeübt, 
Etwa im fünfundzwanzigsten Jahre begab er sich nach Florenz, 
wo er zur Vollendung seiner Studien in ein näheres Verhält- 
ae) (Orsini): Vita, eloyio e memüriß-rlelP egregzb pinm-ß Pietro 
Perugino e degli scolari di esso. Perugia 1804. Passavant, a. a. 
0., 1., S. 488 u. f. Vergl. Crowe u. Cavalcaselle 111., 170 ff.
        

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