Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169733
264. 
265. 
Frankreich. 
England. 
599 
äusserst sauber ausgeführten Gemälden, die in der Compo- 
sition die Nachahmung des Michelangelo , in den langen 
Proportionen das Vorbild Primaticcids verrathen; in den 
Gesichtern herrscht eine gefällige Leere.  Von Martin 
Freminet, dem Hofmaler Heinrichs IV, Schüler Cousinls, 
ist noch das Deckengemälde in der Schlosskapelle von Fon- 6 
tainebleau erhalten. 
ä. 265. Von der englischen Kunst"), welche sich 
etwa selbständig niederländischen u. a. nordischen oder 
italienischen Einflüssen untergeordnet hätte, kann in dieser 
grossen Zeit, selbst unter Elisabeth, nicht die Rede sein; die 
ausländische Kunst wanderte selber nach England hinüber. 
Vom Ende des XV. Jahrhunderts ab treten nämlich in der 
Kunstgeschichte Englands eine Menge fremder, mehr oder 
minder berühmter Namen hervor, die zwar ein weit verbrei- 
tetes Interesse an Werken der Kunst bezeugen, die aber 
durchweg fast nur dem Fache der Portraitmalerei angehören 
und kaum irgend namhafte Leistungen von Seiten einheimi- 
scher Künstler hervorgerufen haben. Den Grund dieser 
einseitigen Beschränkung des Interesse für die Kunst und 
der eigenen geringen Productivität hat man in den kirch- 
lichen Verhältnissen der Zeit gesucht, indem die Reformation 
in England mit einem Rigorismus hervortrat, wie in keinem 
anderen Lande. Doch scheint es, dass beides wohl aus einer 
gemeinsamen Quelle hervorgegangen sein dürfte, eben aus 
einem mehr oder minder durchgreifenden Mangel an Sinn 
für die tiefere Bedeutung der bildenden Kunst. Wäreiein 
solcher in jenen Zeiten Wirklich und lebendig vorhanden 
gewesen, so hätte er nicht durch äussere Gewalt in so 
bedeutendem Maasse zurückgedrängt werden können.  
e) Fiorillo: Geschichte der zeichnenden Künste etc. Bd. V. 1808, 
die Geschichte der Malerei in Grossbritanien enthaltend.  Passa- 
vant: Kunstreise durch England und Belgien, S. 281-311 u. a. (Den 
Mittheilungen des letzteren folgt der Verf. zumeist in den obigen An- 
gaben.)  Sodann Waagen: Kunstwerke u. Künstler in England, 
I u. II, passim.  Horaee Walpole, Aneedotes of paiming in 
England, at Strawberry-Hill, 1762.
        

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