Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169581
584 
Buch IV. 
Norden. 
XVI. J ährhundert. 
Niederländer. 
ä 
260. 
- einer wahrscheinlich echten Tradition zugeschrieben: liebende 
Paare, welche sich die Zeit mit Blusik und den Freuden der 
Tafel vertreiben. Man rühmt daran die grosse Wahrheit und 
Lebendigkeit in allen Theilen und den warmen, bräunlichen 
22.Farbenton  Eine Kreuzigung im Besitze des Hrn. Burcl 
in Köln ü), mit dem Datum 1530 und der Inschrift "Schoorle" 
ist wenigstens gewiss das Werk eines mittelmässigen italisi- 
renden Niederländers.  Ein Schüler des Schoreel war An- 
tonis Moor (Moro, More, 1512-1575, oder nach Andern 
1518 -1588), von dem man vortrefioliche Portraitbilder, bald 
'in der schlichten XVeise der alte-n Meister, bald mehr in ira- 
23.lienischer WVeise besitzt; das älteste, wahrscheinlich die Bilder 
zweier Ütrechter Domherren (und Palästinapilger, s. oben), 
mit seinem Namen und 1544 bezeichnet, Nr. 585 A im Ber- 
liner Museum, und dem Schorecl noch nahe verwandt. Dem- 
nächst in Wien, wo man ihn besonders kennen lernen kann, 
24. der Cardinal Granvella vom Jahr 1549, ein junger Mann mit 
einer Narbe 15154, ein junges Ehepaar von 1575, in Dresden 
2.5 zwei weibliche Bildnisse, Holbein genannt; endlich in England 
26 die "katholische Maria" und der Graf Essex beim Lord Yar- 
borough in London, Sir Henry Sidney und seine Gemahlin 
(in Lebensgrösse) beim Colonel YVyndham zu Patworth. Hie 
und da ist man versucht, an einen direkten Einfluss Holbeins 
zu denken.  Hier mögen auch noch zwei andere Bildniss- 
maler jener Zeit ihre Stelle linden: Jo as von Cleve (blühte 
zwischen 1530 und 1550), welcher zwischen Holbein und 
27. Moro in der Mitte steht (Bildnisse in Windsor, in Althorp 
etc), und Nicolas Lucidel gen. Neuchätel. (1505-1600), 
28. von welchem u. a. das Berliner Museum das vorzüglichst 
aufgefasstc, nur in der Carnation weisskalte Bildniss eines 
vornehmen Mannes, die Münchner Pinakothek das meister- 
ggdlßllle Bild eines Mathematikers, seinen Sohn unterrichtend, 
besitzt. 
273) 
Mit diesem Bilde stimmt nach Waagen (Deutschland, 
eine Kreuzigung im Museum zu Stuttgart überein.
        

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