Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169298
253. 
Letzte 
Portrai ts. 
555 
Longfordcastle zwei Männer in ganzer, lebensgrosser Figur 
und doch von grosser Feinheit in allen Theilen, ein Haupt- 
bild (gegen 153019). Ebendasellast eimsog. "Luther", von 
einer gewissen Grossartigkeit der Auffassung und Zeichnung, 
welche sonst nicht Holbein's Element war.  In WVarwick-Iä. 
tcastle: König Heinrich VIII, lebensgrosses Kniestück (um 
1530 I?) in prunkvoller Tracht mit. vielem Golde, mit. wunder- 
barer, der Täuschung sich näherndei- Realität ausgeführt k). 
Zwei andere vorgebliche Bildnisse Heinrichs in Burleighhouse 16. 
und im Besitz des Lord Speneer zu Althorp, letzteres miniatur- 17. 
artig vollendet, und ein männliches Bildniss in Devonshire-lö. 
house zu London scheinen derselben Zeit anzugehören.   
In Windsor das Portrait eines deutschen Kaufmanns, vom19. 
Jahre 1532: der Name "Stahlhof" auf dem Papier in seiner 
Hand, dürfte nicht. dem Mann, sondern dem Londner Ge- 
nossenschaftshause der deutschen Hansa gehören.  Im Ber- 20. 
liner Museum das {Bildniss des Kaufmanns G-yzen von Basel, 
an einem Tisch mit Teppich stehend, im Begriff einen Brief 
zu schliessen; ein edler, nachdenklicher Ausdruck im Gesicht, 
die Gewandung und das umgebende Gearäth von schönster 
Vollendung.  Sehr mit dem vorigen übereinstimmend das 21, 
Bildniss eines jungen Deutschen, vom Jahre 1533, in Wind- 
sor.  Bei Lord Normanton in London ein weibliches Por- 22. 
trait, vielleicht J ane Gray, von einem Adel der Auffassung, 
von einer Meisterschaft und Feinheit, wie' wenige andere 
Werke des Meisters.  In der Liverpool-Institution eine 23_ 
vornehme Dame, ebenfalls aus der spätern, vollendetsten Zeit, 
mit besonders vorzüglichen Händen.  Im Louvre: Anna 24, 
von Cleve, 1540.  In Burleighhouse König Eduard VI., als 25. 
junger Knabe, etwa 1544.  Zahllose andere Portraits in 
englischen Sammlungen tragen ebenfalls den Namen Holbein 
und sind wohl zum Theil echte Arbeiten, bei weitem der 
Mehrzahl nach aber Copien, oder Originale von Niederländern 
u. A., auch wohl erst. in-neuerer Zeit auf dem Continent zu- 
Sammengekauft.  
a) Van Mander sah in Whitehall ein 
Holbein, ,s0 wahr in's Leben hingestellt, 
Bildniss HeinricHs VIII. von 
(lass Jeder davor erschrickt."
        

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