Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169159
250. 
Früheste 
Bilder von 
Basel 
und 
Freiburg. 
541 
Bildnisse Holbeins, der Bürgermeister Meyer genannt 
zum Hasen von Basel und seine Gemahlin, auf blauem 
Grunde, unter reicher Renaissancearchitektur, Köpfe  und 
Haltung von grösster Charaktertreue und edler Auffassung.  
 (Ein treiiiliches kleines Brustbild besitzt Hr. P. Vischer 10. 
in Basel). 
Bald darauf scheint. Holbein auch längere Zeit ausser- 
halb Basels gearbeitet zu haben. Im Jahre 1517 malte der 
19jährige Künstler in Luzern das Haus des Schultheissenll. 
Jacob von Hartenstein mit Fresken aus, wovon leider 
nichts mehr erhalten ist als die Angabe der Gegenstände, 
welche indess als Zeugniss für die beneidenswerthe Freiheit 
der damaligen Künstler bezeichnend ist. Im Innern sah 
man Jagden, Kriegsscenen, eine Darstellung des Jugend- 
brunnens, sodann die Schutzheiligen des Hauses und ihre 
Legenden; aussen einen untern Fries mit Kindern im 
Waffenspiel, dann zwischen den Fenstern die bekannte Ge- 
schichte von den drei Königs-Söhnen, die nach dem Leich- 
nam ihres Vaters um die Wette schiessen sollten, darüber 
wiederum einen Fries mit einem Triumphzug nach Mantegna, 
endlich ganz oben mehrere Scenen der alten Geschichteä). 
 Auch zwei jetzt zusammengestellte Altariiügel in der 
[Tniversitätskapelle des Freiburger Münstersw), Christi 1?- 
Geburt und die Anbetung der Könige, entstanden wohl 
nicht viel später. Das erstere Bild ist wie bei Hans Baldung 
als Nachtstück, und zwar meisterlich, behandelt, sodass ausser 
dem halbumwölkten Monde das Lieht nur vom Kinde aus- 
geht, welches von fünf reizenden Engeln umgeben, unter 
einer weiten Halle ruht; Maria und ein alter Hirt ordnen 
"ß Einen Begriff von der Behandlung geben etwa die Köpfe von 
Adam und Eva, Wahrscheinlich Naturstudien. von demselben Jahre, 
in der öifentl. Sammlung zu Basel.  Eine aus Luzern stammende 
Kreuzabnahme, welche sich zu Basel im Privatbesitz befindet und ehe- 
mals ein herrliches Jugendwerk des Meisters gewesen sein muss, lässt. 
gegenwärtig seine Hand nur noch an wenigen Stellen erkennen. 
H) Vgl. H. Schreiber, das Münster zu Freiburg, 2. Aufl. Text- 
heft I, S. 41.
        

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