Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Franz Kugler's Handbuch der Geschichte der Malerei seit Constantin dem Großen
Person:
Kugler, Franz Blomberg, Hugo/von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1163311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1169139
Hans 
Holbein 
der 
Jüngere. 
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das Ergreifendste hervor.  Bei diesem Allen sind seine 
Werke von äusserst verschiedenartigem Styl; er war ein 
frühreifes und höchst bewegliches Talent und nahm Einflüsse 
von den verschiedensten Seiten auf, bis die ursprüngliche 
"Richtung bereichert wieder hervortrat. Dieser Umstand, 
verbunden mit. der Spärlichlzeit der Lebensnachrichten, macht 
besonders die chronologische Anordnung seiner Arbeiten sehr 
schwierig. 
Hans I-lolbein der Jüngere war nach überein- 
stimmenden Angaben seiner eignen Hand, die ihn auf seinem 
Selbstportrait. vom Jahre 1509 als vierzehnjährig, auf einem 
Bilde von 1512 in der Augsburger Galerie als siebzehnjährig 
bezeichnen, im Jahre 1495 geboren, und hat unter dem Ein- 
fluss seines Vaters und (vielleicht mehr noch) seines Üheims 
mütterlicher Seite "Hans Burgkmayr schon überraschend früh 
in der Kunst sich ausgezeichnet. Das erste Zeugniss da" 
von legen die Blätter des Skizzenbuchs, dem jenes Selbst- 1, 
portrait entnommen ist (im Berliner l{upferstichcabi.net, einige 
auch in Kopenhagen) mit vielen charakteristischen Portraits 
zum Theil geschichtlich bekannter Persönlichkeiten ab. Die 2. 
Flügel eines Altars in der Augsburger Galerie (Innenseiten: 
die Enthauptung der h Katharina und ein Wunder des h. 
Ulrich, Aussenseiten: Petri Kreuzigung und die "heil. Anna 
selbdritt," d. h. mit der heil. Jungfrau und dem Jesuskinde, 
das sie gehen lehrt) zeigen den Styl des altern Holbein, nur 
mit ungleich besserer Zeichnung und Bewegung und einem 
schwereren Fleischton verbunden. (Auf dem Buch der heil. 
Anna die oben erwähnte Jahrzahl und Altersangaben). Ein  
Votivgemälde zum Andenken des 1478 hingerichteten 
Bürgermeister Schizvartze (unten derselbe mit seiner sehr 
zahlreichen Verwandtschaft kniend, oben Gottvatcr auf Für- 
bitte Christi und Maria das strafende Schwert in die Scheide 
steckend, beündet sich im Besitz der Familie von Stetten in 
Augsburg. Weitaus die bedeutendste Leistung des jungen 4, 
Meisters ist ein Altarbild mit dem Martyrium des h. Sebastian, 
erst neuerdings in der Münchner Pinakothek wieder mit 
seinen beiden vortrefflichen Flügelbildern, der heil. Barbara
        

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